Der Marktplatz wird gerne als Reutlingens gute Stube bezeichnet – und doch sind viele mit seinem derzeitigen Zustand unzufrieden. Doch wohin soll er sich entwickeln?

Am Freitagabend stellten OB Thomas Keck, Baubürgermeisterin Ulrike Hotz und Wolfgang Riehle als Vorsitzender des Preisgerichts die Gewinner eines von der Stadt ausgelobten Realisierungs- und Ideenwettbewerbs zur Zukunft des Marktplatzes vor. Den ersten Platz im Realisierungsteil belegte Glück Landschaftsarchitektur Stuttgart in Verbindung mit Daniel Schönle Architektur und Stadtplanung Stuttgart. Im Ideenteil lag Holl Wieden Partnerschaft Würzburg mit Kienleplan GmbH aus Leinfelden-Echterdingen vorne.

Der Marktplatz wird sich nicht grundlegend verändern: Nahezu alle Entwürfe sehen mehr Grün durch mehr Bäume, eine bessere Beleuchtung und ein Wasserspiel vor. Mehr Sitzgelegenheiten sollen helfen, die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Im Herbst entscheidet der Gemeinderat, wie es mit dem Siegerentwurf weitergeht. Zudem soll die Stadtverwaltung dann eine erste grobe Kostenschätzung vorlegen. Wie es dann weitergeht, hängt von der finanziellen Entwicklung ab. Die Pläne sind da: „Sobald es Mittel von Bund und Land gibt, müssen wir vorbereitet sein“, sagte Ulrike Hotz.
Für alle, die sich selbst ein Bild machen wollen: Ab Dienstag zeigt eine Ausstellung in der Eingangshalle des Reutlinger Rathauses die vier ausgezeichneten Entwürfe.