Reutlingen Negatives, leicht verbessertes Ergebnis

SWP 13.08.2016
Die Manz AG hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 17 Mio. Euro geschrieben. Der Umsatz stieg leicht um 1,7 Prozent auf 124 Mio. Euro an.

 Nach dem guten Jahresstart in den ersten drei Monaten 2016 habe sich Manz im zweiten Quartal mit dem kurzfristig erfolgten vorläufigen Auftragsstopp eines Großkunden konfrontiert gesehen, teilte das Unternehmen am Donnerstag veröffentlichten Finanzbericht zum ersten Halbjahr mit. Gleichzeitig sei mit der erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung und der Beteiligung von Shanghai Electric ein wichtiger strategischer Meilenstein erreicht und eine solide Grundlage für eine zukünftig wieder positive Unternehmensentwicklung geschaffen worden.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im ersten Halbjahr sich im Berichtszeitraum auf -4,5 Mio. Euro – im Vorjahr waren es -6,7 Mio. Euro gewesen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug -11,7 Mio. (Vorjahr: -12,9 Mio.) Euro. Das Konzernergebnis ergab einen Verlust von 17 (Vorjahr: 15) Mio. Euro, was einem Ergebnis je Aktie von -2,84 (Vorjahr: -2,94) Euro entspricht.

„Wir sind im ersten Quartal gut in das Jahr gestartet und haben diese Entwicklung im zweiten Quartal auch zunächst fortsetzen können. Unser operatives Geschäft zeigte eine leichte Belebung, die sich im Umsatz von rund 124  Mio. Euro bemerkbar macht. Erste Schritte zur Senkung unserer Kostenbasis haben wir im Zuge unserer Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich implementiert. Leider hat uns jedoch der vorläufige Auftragsstopp eines Großkunden im Bereich Energy Storage kalt erwischt. Uns fehlen daher Umsätze im mittleren einstelligen Millionenbereich. Daraus resultiert im  ersten Halbjahr ein negatives EBITDA von -4,5 Mio. Euro“, kommentierte Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender der Manz AG.

Für die Entwicklung im zweiten Halbjahr zeigt sich der Vorstand weiterhin zuversichtlich. Dies liegt im Wesentlichen in der strategischen Zusammenarbeit mit Shanghai Electric begründet. So verläuft die Detailplanung für die zukünftige Kooperation planmäßig. Voraussichtlich wird die Manz AG noch im Laufe des dritten Quartals konkret über die nächsten Schritte berichten können. Insgesamt rechnet der Vorstand daher auf Jahresfrist mit einer signifikanten Steigerung des Umsatzes bei einem signifikant verbesserten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahr. Planungsunsicherheiten bestehen jedoch vor allem aufgrund der laufenden Kundengespräche im Zusammenhang mit dem Auftragstopp im Bereich Energy Storage.

Der Geschäftsbereich Electronics erwirtschaftete im Berichtszeitraum mit 49,8 Mio. Euro 40,2 Prozent des Gesamtumsatzes (Vorjahr: 42,3 Mio. Euro). Der Solar-Bereich steuerte nach sechs Monaten rund 17,5 Mio. Euro (14,1 Prozent) zum Gesamtumsatz (Vorjahr: 10,6 Mio. Euro respektive 8,6 Prozent). Ein Umsatzanteil von 34,9 Mio. Euro (28,1 Prozent) entfiel (Vorjahr: 49,7 Mio. Euro, 41 Prozent) auf das Segment Energy Storage mit Anlagen zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren. Für einen Umsatzbeitrag von 15 Mio. Euro (12,1 Prozent) zeichnete das Berichtssegment Contract Manufacturing verantwortlich (Vorjahr: 14,2 Mio. Euro, 11,6 Prozent). Der Umsatz im Berichtssegment Others summierte sich auf 6,9 (Vorjahr: 5,2) Mio. Euro, dies entspricht einem Umsatzanteil von 5,5 nach 4,1 Prozent in den ersten beiden Quartalen 2015.