Reutlingen Neben Wissens-Anhäufung auch das Denken-Lernen

Im Schulhof des Friedrich-List-Gymnasiums versammelten sich die Ehemaligen und nahmen auch an einer Schulführung teil. Foto: Privat
Im Schulhof des Friedrich-List-Gymnasiums versammelten sich die Ehemaligen und nahmen auch an einer Schulführung teil. Foto: Privat
SWP 30.03.2012

Dass sich das Verhältnis Jungen/Mädchen in den Klassen in den vergangenen 50 Jahren stark zugunsten der Mädchen verändert hat, war eine Beobachtung, die den Abiturienten des Jahres 1962 am meisten auffiel, heißt es in einer Mitteilung des Friedrich-List-Gymnasiums. Dass wegen vieler Schüler mit "Migrationshintergrund" die Schülerschaft weit weniger homogen zusammen gesetzt ist als früher, außerdem eine zweite. Rund 30 Ehemalige des Friedrich-List-Gymnasiums trafen sich unlängst in den Mauern des "Alten Kastens am Kanzleiplatz" wieder, um ihr Goldenes Abitur (50 Jahre) zu feiern. Hartwig Bögel und Jürgen Amann hatten dieses Wiedersehen geplant und organisiert. Der Tag verlief abwechslungsreich mit einem Besuch und einer Führung an der alten Schule, mit einer Stadtführung und dem abschließenden Zusammensein in der Naturtheater-Gaststätte. Dort gab es nicht nur angeregte Gespräche, sondern auch viele Fotos aus der Schulzeit. Besonders beeindruckend war für alle die Berlin-Fahrt im Oktober 1961, nur zwei Monate nach der Errichtung der Mauer. Viele äußerten, dass das Wichtigste, was sie im FLG gelernt hätten außer reiner Wissens-Anhäufung gewesen sei: Das Denken-Lernen. Lobend erwähnt wurden auch die zahlreichen außerschulischen Unternehmungen, bei denen sich die Lehrer viel Mühe gemacht haben. "Alle Lehrer haben es damals mit uns gut gemeint!" lautete das Fazit, das Hartwig Bögel rückblickend auf die Jubiläumsveranstaltung zog.