Uhlandschule Natürliche Autorität, liebevolle Zuwendung

Roland Hocker überreicht Angelika Sieber die Verabschiedungsurkunde.
Roland Hocker überreicht Angelika Sieber die Verabschiedungsurkunde. © Foto: Gabriele Böhm
Pfullingen / Von Gabriele Böhm 12.07.2018

„Eine Erzieherpersönlichkeit mit natürlicher Autorität und liebevoller Zuwendung für Schülerinnen und Schüler.“ Bei der Verabschiedung von Angelika Sieber, Rektorin an der Uhlandschule, in den Ruhestand zitierte Roland Hocker, Leitender Schulamtsdirektor, noch einmal aus einer Beurteilung von 1994. Wie die vielen Geschenke, Danksagungen und Glückwünsche und sogar Tränen zeigten, war Angelika Sieber in den vergangenen 17 Jahren auch an der Uhlandschule hoch geschätzt.

Konrektor Johannes Blumenstock, der die Schulleitung kommissarisch übernimmt, dankte für die „hervorragende Arbeit, das persönliche Engagement und das nachhaltige Wirken für die Schüler“, die alle mit unterschiedlichen Anlagen und Bedürfnissen an die Schule kämen. Sieber habe als „leidenschaftliche, aber immer faire Kämpferin“ dafür gesorgt, dass jeder zu seinem Recht gekommen sei und eine gute Atmosphäre herrschte. Durch ihren Einsatz habe das  Schulhaus eine Mensa, ein ausgebautes Dachgeschoss, eine Küche und mehrere Multifunktionsräume erhalten.

„Die ganze Pfullinger Schullandschaft ist hier versammelt - es muss ein besonderer Tag sein“, stellte Bürgermeister Michael Schrenk fest. „Sie sind jemand, der angepackt hat und auch weiter anpacken wird“, dankte er Sieber. „Die vielen und ständigen Neuerungen vom Oberschulamt waren in den letzten Jahren sicher nicht einfach für Sie und haben viel Energie erfordert“, sagte Eveline Grünupp für die Eltern. Steffi Stegmeier vom Förderverein hoffte, die Rektorin möge dem Verein, den sie maßgeblich geprägt habe, treu bleiben.

Schüler, die sich mit einer Einradgruppe, Gesang, einem Sketch und einem Zahlentrick von Angelika Sieber verabschiedeten, dankten für den guten Unterricht und die geschenkte Zeit.

Heidrun Schmid-Salzer, Leiterin der Burgweg-Grundschule im Hause, erinnerte daran, dass man neun Jahre lang gemeinsam im Bereich der Inklusion vieles habe in Angriff nehmen und umsetzen können. Der Geschäftsführende Schulleiter Rainer Gonser meinte, Sieber werde menschlich und auch mit ihrem Pfullinger Insiderwissen fehlen. Im Ruhestand seien nun 50 bis 60 Stunden wöchentlich an freier Zeit zu füllen. „SBBZL“, das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Lernen, wie die Uhlandschule offiziell heiße, solle jetzt „Selbstbestimmte beschauliche Zeit des Lebens“ bedeuten.

Sieber, die vor 21 Jahren an die Schule gekommen war, erinnerte an die Zeit, als man sich nicht habe vorstellen können, dass eine Frau eine Schule leitete. „Heute gibt es mehr Frauenpower.“ Durch den Ausbau der neuen Räume habe man den Schritt zur Ganztagesschule geschafft. Inklusion könne nur gelingen, wenn die Rahmenbedingungen stimmten.Ihr Dank galt allen, die sie auf ihrem Weg begleitet und sich zum Wohl der Schule und der Schüler eingesetzt hätten.

Johannes Blumenstock, Jahrgang 1969, ist seit 2010 an der Uhlandschule. „Für mich ist unter anderem die Jungendarbeit wichtig“. Deshalb biete er auch eine Fahrradwerkstatt und Kampfsport an, bei dem man Kräfte messen und rauslassen könne.“

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