VERKEHR Nach der Freigabe bleibt der Tunnel zu

Am Freitag ist die feierliche Freigabe – und noch laufen die Vorbereitungen zur Öffnung des Scheibengipfeltunnels.
Am Freitag ist die feierliche Freigabe – und noch laufen die Vorbereitungen zur Öffnung des Scheibengipfeltunnels. © Foto: Thomas Kiehl
Reutlingen / Evelyn Rupprecht 25.10.2017

Mit einem Festakt wird die Ortsumgehung inklusive Scheibengipfeltunnel am Freitagnachmittag ihrer Bestimmung übergeben. Dass danach ein Korso mit Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern umweltfreundlich in Elektro- und Hybridfahrzeugen durch die Röhre düsen wird, heißt allerdings noch lange nicht, dass auch Otto-Normal-Autofahrer in den Tunnel darf. Denn zwischen der feierlichen und der tatsächlichen Verkehrsfreigabe wird mehr als ein halber Tag liegen. Aus organisatorischen Gründen, so die Verantwortlichen vom Regierungspräsidium, wird die neue Straße erst im Laufe des Samstagvormittags für alle geöffnet.

„Bevor der öffentliche Verkehr über die neue Ortsumfahrung Reutlingen rollen kann, müssen alle Absperrungen an den Knotenpunkten im Norden und Süden der Ortsumgehung und das Umfeld der Feierlichkeit noch abgebaut werden“, erklärt Steffen Fink von der Pressestelle des RP Tübingen die Verzögerung. Da die Rest-Arbeiten vor Einbruch der Dunkelheit nicht abgeschlossen werden könnten, habe man sich aus Verkehrssicherheitsgründen entschlossen, die neue Verkehrs­achse erst am Samstagvormittag bei Tageslicht freizugeben. „Eine genaue Uhrzeit können wir nicht nennen, da der Rückbau voraussichtlich erst am Samstagvormittag vollständig abgeschlossen sein wird“, lässt Steffen Fink all jene wissen, die darauf warten, endlich durch die Röhre fahren zu können.

Der Festakt am Freitagnachmittag dürfte bis gegen 18 Uhr, also bis kurz vor Einbruch der Dunkelheit, dauern. Start der Feierlichkeiten ist am morgigen 27. Oktober um 16 Uhr am Südportal, also auf der Eninger Seite. Dort wird die Stadtkapelle Reutlingen aufspielen, bevor Regierungspräsident Klaus Tappeser die Gäste begrüßt. Im Anschluss reden der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Norbert Barthle, und der Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Grußworte sprechen außerdem Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und der Eninger Bürgermeister Alexander Schweizer. Dann geht’s an die kirchliche Segnung der neuen Ortsumfahrung. Der katholische Pfarrer Roland Knäbler und Dekan Marcus Keinath evangelischerseits werden das übernehmen. Und schließlich schreitet man zum eigentlichen feierlichen Akt: Die Polit-Prominenz  wird das Band durchschneiden und im Autokorso durch den Tunnel chauffiert.

Womit sich die Ehrengäste einen guten halben Tag Vorsprung verschafft haben, bevor auch die anderen Autofahrer endlich die Ortsumgehung unter dem Scheibengipfel nutzen können.