Reutlingen/Region Mutig voran

Wollte schon immer Cellist werden: Christoph Bieber von der Württembergischen Philharmonie. Foto: Marinko Belanov
Wollte schon immer Cellist werden: Christoph Bieber von der Württembergischen Philharmonie. Foto: Marinko Belanov
Reutlingen/Region / OTTO PAUL BURKHARDT 29.03.2012
Der Countdown läuft: In 282 Tagen eröffnet die Stadthalle. Es herrscht Aufbruchstimmung in der Kultur, auch in der Philharmonie. Wir wollen die Musiker in dieser Serie kennen lernen - mit Blick auf eine neue Ära.

Auf der neuen Website der Stadthalle lässt sich die Zeitrechnung jetzt sekundengenau nachlesen: Heute früh sind es demnach noch 282 Tage bis zum großen Ereignis - der Eröffnung am 5. Januar 2013.

Die Württembergische Philharmonie Reutlingen ist ganz klar der "gesetzte Hauptnutzer" der Halle, bekräftigte jüngst Kulturbürgermeister Robert Hahn. Das Orchester war jetzt auch viel auswärts unterwegs: Meran, Brixen, Milano, Neuchâtel und Schaffhausen waren die Stationen einer Tournee durch Italien und die Schweiz. Mit Beethoven, Scharwenka und Hartmann bot das Orchester exquisite Programme - im Mailänder Konservatorium spielte es gar vor ausverkauftem Haus. Am 27. Mai steigt dann eine Gala in Luzern - mit dem Weltklasse-Tenor Jonas Kaufmann.

In unserer Philharmonie-Serie beantwortet heute der Cellist Christoph Bieber unseren Fragebogen.

Was erwarten Sie von der Stadthalle?

Kultureller Brennpunkt zu werden.

Ihr Wunschprogramm - wer zum Beispiel sollte in der Stadthalle auftreten?

Berliner Philharmoniker.

Auf was sollte das Stadthallen-Programm verzichten?

Zum Beispiel: Hansi Hinterseer.

Ihr Lieblingsplatz in Reutlingen?

Markthalle.

Wenn Sie Reutlinger OB wären, was würden Sie als Erstes tun?

Rathaus abreißen und neues bauen.

Ihr schönstes Erlebnis mit der Württembergischen Philharmonie?

Konzert im Wiener Musikvereinssaal.

Der Probenalltag ist . . .?

notwendig.

Was wollten Sie eigentlich werden? Cellist.

Was zeichnet einen guten Dirigenten aus?

Zwingende Zeichengebung und Inspiration.

Welche Eigenschaften kann Musik fördern?

Intelligenz, soziale Kompetenz, Teamworkfähigkeit.

Wie kann man junge Leute mehr für klassische Musik interessieren?

Mit "education projects".

Ihr Lieblingskomponist?

Bach, Schumann.

Ihr Lieblingswerk?

Schumann, 2. Sinfonie.

Ihr Lieblingstitel - nichtklassisch?

Good Vibrations.

Auf welche Musik können Sie am ehesten verzichten?

So genannte "volkstümliche".

Wie entspannen/konzentrieren Sie sich vor einem Auftritt?

Notentext meditieren.

Das Reutlinger Publikum ist . . .?

Sehr treu und aufgeschlossen.

Was ist die Stärke der Philharmonie? Fähig zu Höchstleistungen.

Mit wem würden Sie gerne im Stadthallen-Foyer einen Sekt trinken?

Mit meiner Frau.

Und worüber reden?

Über den weiten zurückgelegten "Weg".

Musik ist Beruf, mein Hobby ist . . .? Wandern.

Was ist für Sie das größte Unglück? Griesgram durch Krankheit.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Kurze Momente der Zufriedenheit.

Was nervt Sie am meisten im Alltag? Profilneurose.

Ihre Lieblingshelden in der Wirklichkeit?

Greenpeace.

Ihre Lieblingsheldin in der Wirklichkeit?

Margot Käßmann.

Ihr Motto?

Mutig voran.

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