Reutlingen Mit Zerrbildern Ängste geschürt Donth im Gespräch mit Metallarbeitgebern

Reutlingen / SWP 31.08.2013
Michael Donth, CDU-Kandidat für die Bundestagswahl, besuchte diese Tage den Arbeitgeberverband Südwestmetall und sprach mit Dr. Jan Vetter.

Der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Reutlingen von Südwestmetall, Dr. Jan Vetter, tauschte sich mit Michael Donth über die CDU-Wahlpläne sowie die politischen Forderungen der Wirtschaft aus, heißt es in einer Mitteilung. Deutliche Kritik übten die Metallarbeitgeber an der Darstellung des aktuellen Arbeitsmarktes - Stichwort: prekäre Beschäftigung. "Hier werden mit Zerrbildern Ängste geschürt. Ein Blick in die amtliche Statistik genügt, um ein realistisches Bild von der guten Verfassung des Arbeitsmarktes zu bekommen. Es ist absurd, auf Basis fragwürdiger Vergleiche eine weitere politische und gesetzliche Regulierung zu fordern", sagte Vetter. In diesem Zusammenhang hob er die Bedeutung der Werkverträge für die arbeitsteilige Wirtschaft als unverzichtbaren Bestandteil und Erfolgsgaranten hervor.

Donth und Vetter waren sich einig, dass eine pauschale Verteufelung des Instruments auf Basis vereinzelter Missbrauchsfälle nicht stattfinden darf. Eine Ausweitung der Mitbestimmung für die Betriebsräte sahen die Gesprächspartner als einen schweren Eingriff in die unternehmerische Freiheit. CDU-Kandidat Donth: "Die Wirtschaft benötigt flexible Arbeitsformen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, die aufgedeckten Missbrauchsfälle müssen andererseits aber abgestellt und wo nötig auch geahndet werden."

Einig waren sich beide in der Einschätzung, dass das Thema Fachkräftemangel vor dem Hintergrund des demografischen Wandels für die Wirtschaft von höchster Bedeutung ist. Die Betriebe tun sehr viel dafür, um gute, motivierte Mitarbeiter zu finden und setzen alles daran, diese auch behalten zu können. Dazu gehören auch neue Wege im Hinblick auf Kinderbetreuung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei weiblichen und auch männlichen Mitarbeitern sicher zu stellen.

Weiter haben die Metallarbeiter erneut die Forderung nach sofortiger Wiederherstellung der Tarifeinheit ausgesprochen: "Sie ist notwendig für Tarifautonomie und sichert den Betriebsfrieden", sagte Geschäftsführer Vetter.

Michael Donth sieht vor allem die Entwicklung der Spartengewerkschaft kritisch: Der stärkere Einfluss schade der Friedenspflicht während der Laufzeit von Tarifverträgen und führe dazu, dass ein Unternehmen sich mit mehreren Streiks unterschiedlicher Gewerkschaften auseinandersetzen muss, wie man das zuletzt im Luft- und Bahnverkehr oder bei den Kliniken gesehen hat.

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