Die Marktplatzsanierung naht, zumindest in der Theorie. Das Auswahlverfahren ist gelaufen, die fünf Planungsbüros, die in die zweite Runde gekommen sind, stehen fest – alles weitere allerdings ist vorerst noch Verschlusssache. Wem das Bewertungsgremium nach einer Zwischenpräsentation Ende Juli die Chance gegeben hat, seine Neugestaltungs-Vorschläge für den Marktplatz weiter auszuarbeiten, hält die Ausloberin, die Stadt Pfullingen, vorerst zwar geheim, dem Vernehmen nach soll unter den erfolgreichen Bewerbern aber auch einer aus unserer Region sein.

Alle fünf Büros müssen ihre jetzt noch detaillierter ausgearbeiteten Unterlagen bis zum 6. September und ihre Modelle sieben Tage später abgegeben haben. Dann geht’s recht flott weiter mit dem Auswahlverfahren. Die Jury, die aus Stadtentwicklungs-Experten, dem Bürgermeister, drei Stadträten sowie Vertretern des Denkmalamts und der Kirche besteht, tagt am 25. September und wird noch am selben Tag bekannt geben, wer den Wettbewerb gewonnen hat und wessen Vorschlag den Vorgaben der Stadt am nächsten kommt.

Wohin mit dem Wochenmarkt?

„Durch ein freundliches und einladendes Gesamtbild, unter Berücksichtigung des historischen Gebäudebestandes, soll ein imagebildender Erlebnisraum als tragfähige Basis für die zukünftige Entwicklung geschaffen werden“, heißt es in den Vorgaben der Stadt, die so leicht nicht zu erfüllen sein dürften. Was genau sich die fünf Endrunden-Teilnehmer darunter vorgestellt haben, wird den Pfullingern indes nicht vorenthalten. Die Arbeiten werden nämlich vom 26. September bis zum 10. Oktober öffentlich ausgestellt. Wie es danach weiter geht, ist noch offen. Einen genauen Zeitplan für die Umsetzung dessen, was der Wettbewerbs-Sieger mit dem Marktplatz vor hat, gibt es noch nicht. „Erstmal müssen wir abwarten bis die Baustelle an der Martinskirche verschwunden ist“, erklärt Rathaus-Sprecherin Cornelia Gekeler. Weil das erst zum Jahresende der Fall sein wird, dürfte es 2020 werden, bis die Sanierung beginnt. „Aber auch dann werden wir den Marktplatz nicht brachial aufreißen, sondern sukzessive vorgehen“, so Gekeler. Es werde mehrere Folgebaustellen geben. „Und davor gilt es noch einiges abzuklären. Zum Beispiel, wohin der Wochenmarkt verlegt wird, wie man überhaupt noch durchkommt auf dem Platz und wo die Arbeiten beginnen“.

Die Fläche, die vorerst neu gestaltet werden soll, umfasst 5400 Quadratmeter, und sie wartet derzeit noch mit zahlreichen Stolperfallen auf – weshalb die Sanierung dringend nötig ist.