Eningen Marathon der Millionen

Die Becken im Eninger Freibad müssen saniert werden. Und es soll eine zweite Rutsche gebaut werden. Im Sommer 2020 wird mit der Fertigstellung gerechnet.
Die Becken im Eninger Freibad müssen saniert werden. Und es soll eine zweite Rutsche gebaut werden. Im Sommer 2020 wird mit der Fertigstellung gerechnet. © Foto: Böhm
Eningen / Gabriele Böhm 21.07.2018

Heute geht es um drei Grundsatzbeschlüsse, die die Kommune auf Jahre hinaus prägen werden“, kündigte Bürgermeister Alexander Schweizer die Bedeutung der Sitzung an und Ortsbaumeister Rainer Klett ergänzte: „Ich eröffne den Marathon der Millionen.“ Nach ersten Überlegungen habe man die Pläne für das Gerätehaus durch Gespräche mit der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz als Nutzer konkretisieren können. „Erst dann war eine verlässliche Kostenberechnung möglich.“ Auch Vorschläge für Einsparungen waren erarbeitet worden, wobei man letztlich weder auf die energetische Sanierung des Altbaus noch auf den Übungsturm und die Kücheneinrichtung im Gesamtvolumen von 240 000 Euro brutto verzichten wollte. Die Gesamtinvestition beträgt 5,2 Millionen Euro, wobei 90 000 Euro als Förderung vom Land kommen.

Um große Summen war es auch beim Haus für Betreuung, Bildung und Familie gegangen. Auch hier hatte es eine Nachberechnung gegeben, so dass die Gesamtinvestition mit 5,5 Millionen Euro bekannt gegeben wurde. Enthalten sind auch rund 310 000 Euro für Unvorhergesehenes. Durch die Hinzunahme des Dachgeschosses, eines Brandschutzvorhangs und die Gestaltung der Außenanlagen waren Mehrkosten von 21,9 Prozent entstanden. „Das ist ärgerlich, aber das Gesamtprojekt ist sehr gut“, sagte Gerd Sonntag (FWV).

Weniger gelassen sah die Kostensteigerung die CDU. „Überall wird aus dem Vollen geschöpft“, sagte Eckhard Hennenlotter. „Ich werde ab sofort keinerlei Preiserhöhung mehr zustimmen.“

Bei der Sanierung der beiden Freibadbecken hatte es eine Bürgerbefragung gegeben. Die Gesamtkosten konnten weiter präzisiert werden. Das Modul III umfasst die Beckensanierung mit Folie, die Erneuerung der Sprunganlage, Kinderplanschbecken, zwei Rutschen und weitere Anregungen und wurde auf 1,4 Millionen Euro berechnet. Beim Kinderbecken war den Eltern eine großzügige Verschattung besonders wichtig. „Zur Badesaison 2020 hat das Eninger Freibad mit den beiden Rutschen zwei Attraktionen, die perfekt zur Lage im Obtal passen“, sagte Klett. „Ich freue mich, dass das Freibad jetzt auch etwas für Jugendliche zu bieten hat“, sagte Eric Sindek (FWV).

In Abstimmung mit Behindertenvertretern liegen inzwischen Informationen über einen Behindertenlift und einen wassertauglichen Rollstuhl vor. „Die Inklusionslösungen sind super gelungen“, freute sich Cliff Werz (CDU). „Ich plädiere dafür, dass das Freibadpersonal nicht  nur technisch, sondern auch für die Hilfestellung bei Menschen mit Behinderungen geschult wird“, so Dr. Barbara Dürr.

Der Aufsichtsraum im zukünftigen Freibad soll für einen besseren Überblick auf etwa zwei Meter Höhe positioniert werden. Bereits zur Badesaison 2019 soll eine Beckenabdeckung fertig gestellt sein. Allgemein wurde die Freibaderneuerung als sehr erfreulich bewertet.

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