Reutlingen Manz bleibt optimistisch

Reutlingen / DPA/PR 15.05.2015
Der Reutlinger Maschinenbauer Manz blickt trotz eines enttäuschenden ersten Quartals mit Zuversicht auf das restliche Geschäftsjahr.

In den ersten drei Monaten betrug der Umsatz knapp 54 Mio. Euro und lag damit auf Vorjahresniveau (54,2 Mio Euro). Damit wurden die Erwartungen des Vorstands "nicht vollständig" erfüllt, wie der im TecDax notierte Konzern mitteilte. Erwartungsgemäß sei der Start ins Jahr maßgeblich geprägt durch das Auf und Ab und den zyklischen Charakter der Wachstumsmärkte gewesen, auf denen Manz tätig ist. Die üblich niedrigen Auftragseingänge im vierten Quartal 2014 wirkten sich auf die aktuelle Umsatz- und Ertragssituation aus: Da einige Großprojekte noch nicht verbucht werden konnten und Wechselkurse das Ergebnis der asiatischen Töchter schmälerten, rutschte Manz mit einem EBIT von - 9,4 Mio. Euro noch tiefer in die roten Zahlen (Vorjahr: - 5,7 Mio).

Das Unternehmen stellt Maschinen für die Batterie-, Solar- und Displayindustrie her. Mit 19,3 Mio. Euro (35,8 Prozent) lief im ersten Quartal der Geschäftsbereich Electronics am besten. Der Solar-Bereich erwirtschaftete rund 6,9 Mio. Euro (12,8 Prozent) und schlug sich damit deutlich besser als im Vorjahr. Der dritte Geschäftsbereich Energy Storage trug mit Anlagen zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren 16,5 Mio. Euro (30,6 Prozent) zum Konzernumsatz bei - eine massive Verbesserung gegenüber 2014. Das Segment Contract Manufacturing steuerte 8,7 Mio. Euro (16,2 Prozent) zum Gesamtumsatz bei, deutlich weniger als 2014. Im ersten Quartal summierte sich der Umsatz im Segment Others auf 2,5 Mio. Euro nach 6,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Gründer und Vorstandschef Dieter Manz rechnet 2015 mit einem Umsatz von 320 bis 340 Millionen und einem "deutlich" positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). "Angesichts eines Auftragsbestands von derzeit rund 92 Millionen Euro sind wir daher für das Gesamtjahr unverändert zuversichtlich", sagte Manz. Ende März hatte der Konzern eine möglicherweise wegweisende Bestellung bei Batterien erhalten.