Reutlingen Manz AG steigert Umsatz und Gewinn

Reutlingen / SWP 30.03.2012
Die Manz AG verzeichnet Neuaufträge über rund 40 Mio. Euro: Sie erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Rekordumsatz von 240,5 Mio. Euro.

Die Manz AG hat jetzt den Geschäftsbericht 2011 veröffentlicht und konnte dabei den höchsten Jahresumsatz der Unternehmensgeschichte bekannt geben. Auch das Geschäftsjahr 2012 startet für den Hightech-Maschinenbauer aus Reutlingen dank mehrerer Neuaufträge und einer guten Auftragslage positiv.

2011 erwirtschaftete Manz Umsatzerlöse von 240,5 Mio. Euro (Vorjahr: 181,4 Mio. Euro) und übertraf damit die im Herbst revidierte Umsatzprognose. Auch die Gesamtleistung erhöhte sich um 30 Prozent von 205 auf 266,7 Mio. Euro. Insbesondere durch hohe Zuwachsraten in den Segmenten Flat-Panel-Display (FPD) und New Business konnte die verhaltene Entwicklung in der Solarbranche kompensiert werden. Im Vorjahresvergleich erzielte die Manz AG ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro).

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses resultierte ein Vorsteuerergebnis (EBT) von 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro). Das Konzernergebnis hingegen verringerte sich aufgrund von Steuereffekten leicht auf 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,19 Euro (Vorjahr: 0,35 Euro).

Nachdem Manz bereits im Februar einen Einzelauftrag im FPD-Segment über 33 Mio. Euro gewonnen hatte, konnte das Unternehmen im März zusätzliche Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 40 Mio. Euro akquirieren. Diese umfassen weitere Bestellungen für Systeme und Anlagen zur Produktion von Komponenten in der FPD-Branche mit einer Gesamtsumme von 32 Mio. Euro. Zudem zog Manz im Geschäftsbereich New Business Aufträge über rund 8 Mio. Euro für Produktionssysteme zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien an Land. Somit wächst der Auftragsbestand 2012 auf über 104 Mio. Euro.

Vorstandsvorsitzender Dieter Manz zeigt sich mit der Geschäftsentwicklung zufrieden: "Wir haben durch die erfolgreiche Umsetzung unserer Diversifizierungs- und Integrationsstrategie und dem damit erzielten Ergebnis, unsere Innovationskraft erneut unter Beweis gestellt. Dank des branchenübergreifenden Technologietransfers ist unser Geschäftsmodell zunehmend unabhängig von zyklischen Schwankungen einzelner Industrien. Mit Hinblick auf die akquirierten Aufträge ergänzt Dieter Manz: "Das bestellte Equipment für die FPD-Industrie basiert maßgeblich auf einer ursprünglich für die Produktion von kristallinen Solarzellen entwickelten Technologieplattform und unterstreicht erneut die Stärke unseres Unternehmens. Auch die Order über Produktionsanlagen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien zeigt, dass wir mit unseren Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung die Bedürfnisse der Industrie treffen. Damit erschließen wir uns neues Umsatzpotenzial in dieser jungen Wachstumsbranche."

Finanzvorstand Martin Hipp verweist auf den hohen Anteil von über 90 Prozent an "Nicht-Solar-Aufträge" im Auftragsbestand. Dies "macht uns sehr zuversichtlich, unsere Ziele auch im aktuell schwachen Marktumfeld der Solarindustrie zu erreichen. In Abhängigkeit von der Marktentwicklung im Bereich der CIGS-Technologie besteht zudem das Potenzial, die genannten Ziele noch zu übertreffen."

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