Eningen Lösung ist in Sicht

ANNE SCZESNY 06.03.2012
Die neue Schützenhauszufahrt wird voraussichtlich die alte sein. Hangabtragung und Tempo-Reduzierung sollen das Gefahrenpotenzial senken.

So manche Diskussion löste das Problem der Schützenhauszufahrt in der Vergangenheit im Gemeinderat bereits aus. Jetzt wurde auf Drängen der Räte eine Besichtigung der Einfahrt gemeinsam mit dem Regierungspräsidium, dem Rechts- und Ordnungsamt sowie der Naturschutzbehörde des Landratsamtes durchgeführt - mit überraschendem Ergebnis.

Die wahrscheinlich einfachste und kostengünstigste Lösung stieß auf offene Ohren: Eine "dauerhafte Entschärfung" durch Hangabtragung samt Reduzierung der Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer könnte kommen.

"Der Ortstermin war sehr gut und hat einiges bewirkt", zeigte sich Herbert Hanner (FWV) mit dem Ergebnis, dass der Hangabtrag "plötzlich als machbar" eingestuft wird, äußerst zufrieden.

"Diese Lösung ist allemal eine bessere Lösung als auf einer neuen Straße durch das Obtal zu fahren", verbuchte er die Entscheidung als Erfolg. Denn alle bisherigen Lösungsvorschläge basierten auf einer neuen Straße, die von der Freibadeinfahrt aus am Tennisverein und der Obstanlage vorbei zum Schützenhaus führt. Möglichkeiten, die seiner Ansicht nach ökologisch schlechter zu bewerten seien als die derzeitige Überlegung.

Dennoch zeigten sich die Räte vorsichtig und wollen die anderen Varianten nicht sofort unter den Tisch fallen lassen, sondern "im Auge behalten", wie Annegret Romer (GAL) forderte. Denn zwar sei dies ein "fruchtbarer Ortstermin" gewesen, Hans Armbruster (SPD) sieht das Amt davon als endgültige Lösung jedoch noch nicht überzeugt. In einem Schreiben des Rechts- und Ordnungsamtes wird die Lösung zwar präferiert, jedoch noch nicht gänzlich bestätigt. Immerhin waren Polizei, Straßenbauamt und Landratsamt bislang für die Schließung der Einfahrt.

Jetzt wollen die Räte den Landkreis Reutlingen die derzeitige Idee baulich, bautechnisch sowie naturschutzrechtlich prüfen lassen. Ein Ergebnis haben die Räte vor Mai jedoch nicht zu erwarten, erst dann nämlich wird die Fauna von der Naturschutzbehörde genauer untersucht.

Das passt den Räten nicht so recht ins Konzept. Sie mahnen zur Eile, denn: "Wir können nicht wieder fünf Jahre schwätzen", betonte Armbruster. Bis zu einer endgültigen Entscheidung wird ab Ende März der Streckenabschnitt um die Einfahrt als Sofortmaßnahme auf 60 Stundenkilometer begrenzt.