Reutlingen Lions Clubs: Das ist ein Super-Ergebnis

Hans- Joachim Stark, Günter Klinger, Roland Kiesel, Michael Dax, Reinhard Detzel und Johannes Haas (von links) freuten sich gemeinsam über eine Spende von drei Lions-Clubs an zwei Gewerbliche Schulen für das Projekt "Lebensstar k" unter der Regie des Diakonieverbands Reutlingen.
Hans- Joachim Stark, Günter Klinger, Roland Kiesel, Michael Dax, Reinhard Detzel und Johannes Haas (von links) freuten sich gemeinsam über eine Spende von drei Lions-Clubs an zwei Gewerbliche Schulen für das Projekt "Lebensstar k" unter der Regie des Diakonieverbands Reutlingen. © Foto: Norbert Leister
NORBERT LEISTER 13.10.2014
Drei Lions-Club haben ein Konzert organisiert und damit für unglaubliche Spendeneinnahmen von fast 45 000 Euro gesorgt. Das Projekt "Lebensstar*k" profitiert von diesem Engagement.

Es war das erste Mal, dass sich drei Lions-Clubs in der Region zusammentaten, um ein Konzert zu organisieren und mit dem Erlös sowie den Spenden ein soziales Projekt zu unterstützen. Dass dabei eine solch überwältigende Summe von 44 819,06 Euro herauskam, das konnten die profitierenden Rektoren der Kerschensteinerschule, Hans-Joachim Stark, und der Gewerblichen Schule Metzingen, Roland Kiesel, kaum fassen.

Die Idee für solch "eine große Sache" hatte Michael Dax vom Lions- Club Ermstal aufgeworfen, seine Kollegen von den Lions- Clubs Reutlingen und Neckar-Alb, Reinhard Detzel und Johannes Haas, befragt, ob sie mit von der Partie wären. Gemeinsam mit dem Diakonieverband Reutlingen entwickelten sie zusammen anschließend das Projekt, zu dem Dax den Namen "Lebensstar*k" schon mitgebracht hatte. "Das ist schön, dass die Lions- Clubs auch mal junge Menschen unterstützen", betonte Detzel am Donnerstag bei der Spendenübergabe an Roland Klinger, Geschäftsführer des Diakonieverbands. Eine Sozialarbeiterin sei bereits für das Projekt eingestellt worden, um künftig an beiden Beruflichen Schulen in Reutlingen und Metzingen junge Erwachsene zu unterstützen, die im Blockunterricht jeweils vier Wochen in Reutlingen im Wohnheim sind.

"Wir haben bei den Gebäudereinigern eine Abbrecherquote von 30 Prozent", berichtete Kiesel. Viele der jungen Menschen würden zum Blockunterricht zum ersten Mal von zuhause rauskommen und sich in der für sie fremden, ungewohnten Umgebung manches Mal nicht zurechtfinden. "Wir haben das gleiche Problem mit Berufsschülern, die eine Gerberausbildung machen und aus ganz Deutschland hierher kommen", ergänzte Stark. Haltlos seien viele der jungen Erwachsenen, Alkohol und Drogen würde öfters eine Rolle spielen, wenn sie an den Abenden und auch am Wochenende in Reutlingen festsitzen.

Die Sozialarbeiterin soll sich nun zusammen mit den Schulsozialarbeitern und den Lehrern in Metzingen und Reutlingen abstimmen und ein Freizeitprogramm entwickeln, das die Berufsschüler anspricht. Und natürlich stehe die Fachfrau auch als Ansprechpartnerin zur Verfügung, sie soll zudem Hilfsangebote in den Heimatorten der jungen Menschen in die Wege leiten. "Es kann ja nicht sein, dass gerade diejenigen mit einer Drogenproblematik hier vier Wochen betreut und begleitet werden und zuhause dann in ein Loch fallen", sagte Kiesel.

Einig waren sich alle Anwesenden bei der Spendenübergabe, dass das Engagement der drei Lions Clubs ein großer Erfolg war. Kein Wunder bei solch einer Spendensumme. Zwar musste sich der Diakonieverband um eine Co-Finanzierung bemühen, "das ist aber gelungen und jetzt ist das Projekt für drei Jahre gesichert", freute sich Klinger.

Ein großer Erfolg war auch das Konzert am 21. März mit Mitch Winehouse und der SWR-Bigband: Eine rappelvolle Stadthalle sorgte nicht nur für eine stimmungsvolle Atmosphäre, sondern auch für den großen Betrag, der da an Spenden und Eintrittsgeldern dem Projekt "Lebensstar*k" zufließt. "Das ist ein Super-Ergebnis", fasste Reinhard Detzel nun kurz und knapp zusammen. Ob schon ein weiteres gemeinsames Projekt der drei Lions Clubs geplant sei? Mal sehen, sagten die drei Past-Präsidenten der Clubs. Ideen gebe es genug, meinte Detzel.