Wassererlebnispfad Lebensader und grünes Rückgrat der Stadt

Dieter Sommer (3.v.l.) erklärt, was es mit dem Wehr auf sich hat, Waltraud Pustal (5.v.l.) erläutert die Bedeutung der Echaz für Pfullingen.
Dieter Sommer (3.v.l.) erklärt, was es mit dem Wehr auf sich hat, Waltraud Pustal (5.v.l.) erläutert die Bedeutung der Echaz für Pfullingen. © Foto: Evelyn Rupprecht
Pfullingen / Evelyn Rupprecht 22.08.2018

Auf Spurensuche an der Echaz hat sich dieser Tage Prof. Waltraud Pustal mit einem guten Dutzend Mitwanderern gemacht. Es sollte um Natur, Kultur, Literatur, Kunst und Geschichte gehen – ein kleines bisschen aber auch darum, bei 30 Grad ein Plätzchen im Schatten zu finden, während die Expertin vom Geschichtsverein, der zusammen mit der Volkshochschule zu der Führung eingeladen hatte, referierte.

Am frühen Abend ging es am Wassererlebnispfad entlang, den die Landschaftsplanerin im Auftrag der Stadt mitgestaltet hat. Seien es die Echazauen mit den Wässerwiesen, seien es die Kanäle und ihre Nutzung oder das Mühlenwesen  – die Echaz ist Lebensader und grünes Rückgrat Pfullingens und seit dem Jahr 2005 im gesamten Stadtgebiet lückenlos begehbar. Stationen waren unter anderem nicht nur das Wehr an der Urfall, sondern auch die einstige Knapp’sche Fadenfabrik in der Hohe Straße. Wenige Meter weiter erwartete Pustal und ihre Begleiter dann auch schon Dieter Sommer, ein Zimmermann, der sich auf Gewässerbau spezialisiert hat und der derzeit auf Höhe der Flad’schen Mühle das Fundament des Wehrs wieder herstellt.

Gut zwei Stunden dauerte die Wanderung entlang der Echaz, über deren „Historische Wasserwirtschaft“ Waltraud Pustal kürzlich ein Buch geschrieben hat. Es ist der 19. Teil der Beiträge zur Pfullinger Geschichte und wurde vom Geschichtsverein herausgegeben.

Dafür hat die Landschaftsplanerin auch mit vielen Pfullinger Zeitzeugen gesprochen, die, so Pustal, „zwischen 70 und 100 Jahre alt sind und voller Begeisterung ihre Geschichten erzählt haben.“

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