Reutlingen. Der SPD-Abgeordnete im Wahlkreis 60, Ramazan Selcuk, wird sich auch um die Direktkandidatur bei der Landtagswahl 2021 bewerben. Der gelernte Techniker, der im Herbst 2017 für Nils Schmid in den Landtag nachgerückt war, vertritt die SPD seitdem vor allem in Verkehrs- und Digitalisierungsfragen. „Die Corona-Krise zeigt, dass die SPD dringender gebraucht wird als je zuvor. Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Schutz von Arbeitnehmerrechten und eine gerechte Verteilung der Lasten gibt es nach der Krise nur mit sozialdemokratischer Politik“, sagt Selcuk.

Mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit

Aber auch andere Themen sind dem Reutlinger Stadtrat wichtig: „Wir erleben unter grün-schwarzer Führung ein Desaster in Sachen Verkehrspolitik, was vor allem die Pendlerinnen und Pendler im Bahnverkehr durch tagtägliche Zugausfälle und Verspätungen zu spüren zu kommen. Hier möchte ich die Weichen auf Pünktlichkeit und Verlässlichkeit stellen, damit die viel beschworene Verkehrswende endlich Fahrt aufnimmt!“

Für den anstehenden Wahlkampf machte Selcuk der Landesregierung eine Kampfansage: „Die Regierungsparteien haben viel Energie in internen Grabkämpfen verschwendet, statt unser Land tatkräftig voranzubringen. Die Aufholjagd der SPD wird also gleichzeitig eine Aufholjagd für ganz Baden-Württemberg in Sachen Verkehrs-, Digitalisierungs- und Bildungspolitik!“
Die SPD-Kreisvorsitzende und SPD-Landesvorstandsmitglied Ronja Nothofer (27) will sich bei den SPD-Mitgliedern des Wahlkreises 60 um die Zweitkandidatur zu bewerben. Sie will dabei gemeinsam mit Selcuk dafür sorgen, „dass wir Familien und Kinder deutlich stärker politisch in den Mittelpunkt rücken“.
Die SPD-Politikerin, die auch für die SPD im Kreistag sitzt, will außerdem die Frage der Ökologie und nachhaltigen Mobilität und Wirtschaft in den Blick nehmen. „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz in Reutlingen und in Baden-Württemberg. Wenn wir aber die Veränderung der Industrie und die Notwendigkeit, auf ökologisch nachhaltige Mobilität und Produktion zu setzen, verschlafen, wird dies nicht gelingen“. Vielmehr müsse gemeinsam mit der Industrie daran gearbeitet werden, als grünes Industrieland mit guten Arbeitsplätzen internationale Wettbewerbsvorteile herauszuarbeiten. Besonders am Herzen liegt ihr die strukturelle Stärkung eines handlungsfähigen Staates in der Kernstadt Reutlingen aber auch den Teilorten und Gemeinden im Wahlkreis.