Reutlingen Landmark für City Nord

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SONY DSC © Foto: Privat
Reutlingen / RN 12.05.2015
Im Rahmen des dreistufigen Verfahrens für das Gebiet City Nord hat die Planungsgemeinschaft Seidenspinner/Daller, Metzingen/Stuttgart den Zuschlag für das Projekt "Stuttgarter Tor" erhalten.

Nach einer fast vierstündigen Sitzung stand der Sieger für das Gebäude am Bahnhof direkt neben dem Parkhaus im Bereich Unter den Linden fest, heißt es in einer Mitteilung der Reutlinger Schöller Firmengruppe.

Die Jury, bestehend aus Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, der Ersten und Baubürgermeisterin Ulrike Hotz, dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Franz Pesch, Vertretern aller Gemeinderatsfraktionen, externen Fachberatern und der Schöller & Partner GmbH, entschied sich für den Modellentwurf der Planungsgemeinschaft Seidenspinner/Daller aus Metzingen/Stuttgart.

In der ersten Phase hatte die Stadt Reutlingen im Jahr 2010 einen offenen Ideenwettbewerb zur städtebaulichen Planung für das Gebiet City Nord ausgelobt (wir berichteten). Aufgabe war es, dem Gebiet ein neues Erscheinungsbild zu verleihen sowie die Attraktivität für das Wohnen und Arbeiten zu steigern. Unter Einbeziehung von Bürgerbeteiligungsprozessen überzeugte in der zweiten Phase im Rahmen eines Workshops von den vier platzierten Arbeiten das Konzept des Büros Hähnig/Gemmeke im Ganzen. Auf dieser Grundlage wurde in der dritten Phase für das konkrete Bebauungsplanverfahren „Stuttgarter Tor“ ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Zielvorgabe war ein Bauvorhaben, welches eine beispielhafte strukturell-funktionale sowie gestalterische Lösung bietet und als Initialzündung für nachfolgende bauliche Maßnahmen im Gebiet City Nord dient.

Das nun geplante Gebäude – laut den Planern ein „Landmark für City Nord“ – wird mit seinen insgesamt 16 Stockwerken eine Gesamthöhe von rund 55 m erreichen. Auf einer Gesamtfläche von rund 7000 Quadratmetern sollen Wohneinheiten sowie Büro- und Praxisräume und Gastronomieflächen mit Ausblick über Reutlingen bis in Richtung Stuttgart und Albtrauf entstehen.

Auch der Name „Stuttgarter Tor“ kommt nicht von ungefähr. Hiermit wird neben dem Tübinger Tor, dem Gartentor und dem Albtor auch das vierte Reutlinger Altstadttor mit Anbindung an die L 378 und somit in Richtung Stuttgart wieder zum Leben erweckt.

In Zusammenarbeit mit der Stadt und der Planungsgemeinschaft Seidenspinner/Daller beginnt im weiteren Verfahren nun die Überarbeitung und Optimierung des Modellentwurfs. Auf Grundlage dieser Planungen erfolgt in der nächsten Phase die Weiterbearbeitung des Bebauungsplans, heißt es abschließend in der Mitteilung.