Umwelt Land erhöht Mittel für Naturschutz

Kreis Reutlingen / swp 31.08.2018

Noch nie in der Geschichte Baden-Württembergs hat eine Landesregierung so viel Geld für den Naturschutz bereitgestellt“, freut sich der Grüne Landtagsabgeordnete Thomas Poreski. Davon profitiert auch der Landkreis Reutlingen. Für ihn sind in diesem Jahr 1,86  Millionen Euro bereitgestellt.

„Der Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt ist die zentrale Herausforderung dieses Jahrhunderts“, sagte Poreski. Deshalb setze die grün-geführte Landesregierung die Stärkung des Naturschutzes konsequent fort. Die Naturschutzmittel im Land wurden schrittweise von 30 auf 60 Millionen Euro erhöht.

Die Naturschutzmittel für den Landkreis Reutlingen sind dabei stetig angestiegen – im Zeitraum von 2014 bis 2017 verdoppelten sie knapp 800 000 auf 1,6 Millionen Euro. Mit den jetzt für 2018 vorgesehenen 1,86 Millionen Euro steht der Kreis im landesweiten Ranking an zweiter Stelle – nach dem Zollernalbkreis.

Nachhaltige Beweidung

Die Naturschutzmittel teilen sich in zwei Bereiche auf, den Vertragsnaturschutz und die investive Maßnahmen. Innerhalb des fördert das Land unter anderem die nachhaltige Beweidung von Ausgleichs- und Naturschutzflächen über Schäfereiverträge sowie die extensive Ackernutzung zum Schutz von Ackerwildkräutern. In diesem Bereich wurden 2017 etwas über 972 000 Euro an den Kreis Reutlingen ausgezahlt.

Für investive Maßnahmen flossen 2017 rund 623 000 Euro an den Landkreis. Damit werden Projekte finanziert, die dem Schutz und Erhalt von Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume dienen. Hierunter fallen etwa Projekte zur Amphibienrettung oder die Mahd von Magerrasenflächen.

Das Umweltministerium spricht von deutlichen Mittelzuwächsen in den Stadt- und Landkreisen. Insgesamt stehen den Stadt- und Landkreisen in diesem Jahr 34 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können vielfältige Maßnahmen gefördert werden – etwa Arten- und Biotopschutz, Grunderwerb, Investitionen oder Dienstleistungen im Bereich der Natur- und Landschaftspflege.

Gute Aussichten gibt es auch für 2019, wie das Umweltministerium mitteilt: „Aufgrund des im Doppelhaushalt 2018/19 etatisierten Aufwuchses des Naturschutzhaushaltes werden auch die den Stadt- und Landkreisen zur Verfügung stehenden Mittel insgesamt zunehmen“ teilte Poreski mit.

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