Reutlingen KuRT: Nicht mehr umsonst

Der Reutlinger Bürgerpark ist nun Vergangenheit: Das KuRT-Festival zieht in diesem Jahr auf die Bösmannsäcker um.
Der Reutlinger Bürgerpark ist nun Vergangenheit: Das KuRT-Festival zieht in diesem Jahr auf die Bösmannsäcker um. © Foto: KuRT e.V.
Reutlingen / Von Kathrin Kammerer 21.01.2019

Beim KuRT-Festival wird sich einiges verändern. Dies gab der gleichnamige Verein am Sonntag auf Facebook bekannt. Die nunmehr 12. Auflage der Umsonst & Draußen-Veranstaltung wird vom 4. bis zum 6. Juli erstmals auf dem Festplatz Bösmannsäcker stattfinden.

Warum nicht mehr im Bürgerpark, an dem Ort, an dem das Festival groß wurde? „Es stand sowieso fest, dass wir irgendwann umziehen müssen, da ja das Hotel neben der Stadthalle gebaut wird“, erklärt KuRT-Pressesprecher Ardit Jashanica. Ein neues Gelände birgt viel Arbeit: „Wir müssen einen neuen Geländeplan erstellen, alles läuft dort ja anders ab“, sagt Jashanica weiter.

Außerdem (und das ist umstrittener, als der Umzug), wird ab diesem Jahr Eintritt verlangt. Am 10. September 2018 hatte der KuRT-Verein eine Umfrage auf seiner Facebook-Seite gestartet: „Wärst du bereit fürs KuRT-Festival einen Tageseintritt zu zahlen, wenn bekanntere Bands auftreten und das Gelände dir mehr Möglichkeiten zum Erleben von Kultur bietet?“

809 Facebook-Nutzer gaben ihre Stimme ab, 82 Prozent gaben an, gerne Eintritt zu zahlen, 18 Prozent stimmten dagegen. Jashanica und seine Mitstreiter waren mit dem ziemlich eindeutigen Ergebnis zufrieden. „Das war ja auch ein Prozess, der über mehrere Jahre lief.“ Er betont: „Der feste Eintritt wird das finanzielle Risiko für uns mindern. Wir sind sowieso schon auf Kante genäht – und wenn es beispielsweise dann noch regnet und weniger Besucher kommen, ist das mies.“

Unter der Facebook-Abstimmung hatten Nutzer die Bedenken geäußert, dass das Festival die regionalen Künstler aus dem Fokus verliert, wenn es kostet und größer wird. Jashanica entgegnet dem entschieden: „Wir werden weiter regionale Künstler fördern.“ Mit größerem finanziellen Spielraum erweitern sich aber eben auch die Möglichkeiten fürs Booking-Team.

„Wir hatten da ja bisher schon ein bisschen ein Goldgräber-Gefühl“, sagt der Presseverantwortliche und lacht. Damit spielt er auf Prinz Pi und RAF Camora an: Beide waren in Reutlingen zu Gast und wurden später deutschlandweit berühmt.

Der enge Kreis der Orga-Teams besteht aus rund 15 Leuten. Jeden Sonntagabend ist ein Treffen im Haus der Jugend angesagt. Einige wohnen gar nicht (mehr) in Reutlingen – die werden dann aber ganz einfach per Skype zugeschaltet. Ob er schon einen Act für dieses Jahr verraten kann? Jashanica verneint eisern – streng geheim. „Aber am Freitag geben wir die ersten Details zum Line-up bekannt“, verrät er.

Außerdem stellt sich das Orga-Team am kommenden Sonntag, 27. Januar, per Facebook und Instagram in einer Frage-und-Antwort-Runde alle denen, die noch Bedenken wegen oder Fragen zur Umstrukturierung des Festivals haben.

Info Das KuRT-Festival wird ab diesem Jahr drei Euro (ein Tag) beziehungsweise fünf Euro (zwei Tage) kosten. Der Donnerstag bleibt weiter frei.

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