Eningen Künftig Ehrengrabmale

Die Pflege der Grabmale von Grieshaber und Jauch übernimmt die Gemeinde nun selbst.
Die Pflege der Grabmale von Grieshaber und Jauch übernimmt die Gemeinde nun selbst. © Foto: Simon Wagner
Eningen / SIMON WAGNER 16.07.2016
Die Gemeinde wird sich künftig um die Pflege der Grablegen von HAP Grieshaber und Paul Jauch kümmern. Sie werden als Ehrengrabmale übernommen.

Im Fall von HAP Grieshaber ist auf Seiten der Angehörigen keine Verlängerung der Belegungsfrist angedacht. Und auch die Pflege des Grabs von Paul Jauch und seiner Frau Emilie kann wie bisher nicht mehr durch private Hand, sprich durch den Paul-Jauch-Freundeskreis bewältigt werden. Ansprechpartner aus Jauchs Familie fehlen, wie am Donnerstag in der Sitzung des Verwaltungsausschusses zu hören war.

Vor dem Hintergrund der bereits abgelaufenen oder bald endenden Belegungsfristen hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Eningen nun einstimmig entschieden, die Grablegen ab sofort, beziehungsweise ab dem Jahr 2017, in eigener Regie und auf eigene Kosten als Ehrengrabmale für unbegrenzte Zeit fortzuführen.

Zudem soll der Grabstein von HAP Grieshabers Ex-Ehefrau Riccarda künftig in der Nähe der Künstlerriege integriert werden, der von Jauchs Familie soll nach Auflösung der Gräber weiter in direkter Verbindung zu seinem Grab belassen werden.

Ziel der Gemeinde ist es laut Eva Hummel, im Haupt- und Ordnungsamt unter anderem zuständig für Kunst- und Kulturangelegenheiten, die Gräber als Kultur- und Gedenkstätten langfristig zu erhalten. Ein Ansinnen, das im Ausschuss in der Sitzung am Donnerstag auf breite Zustimmung traf. Insbesondere auch, weil das Gartenhaus unterhalb der Achalm, in dem Grieshaber lange Jahre gelebt und gewirkt hat, bekanntlich jüngst anderweitig veräußert wurde.

 Ausschussvorsitzende Barbara Dürr bezeichnete es als wichtige Aufgabe der Gemeinde, das Gedenken an Eningens berühmtesten Sohn aufrecht zu erhalten: „Das steht Eningen gut zu Gesicht.“ Eckhard Hennenlotter meinte: „Das sind wir der Kunst und den Künstlern schuldig.“ Dürr betonte, dass durch die Gemeinde eine verlässliche Pflege der Gräber sichergestellt werden könne.

Eine Aufgabe, die ehrenamtlich Engagierten im Rahmen ihrer Möglichkeiten nur bedingt aufgebürdet werden könne. Die Kosten für die Pflege von HAP Grieshabers Grab bezifferte Hummel indes auf 400 bis 500 Euro im Jahr.

 In diesem Zusammenhang kam die Sprache auch auf Hinweisschilder, die Besuchern den Weg zu den Künstlergräbern weisen sollen. Hummel will eine Gesamtkonzeption erarbeiten, statt einzelne Schilder aufzustellen. Möglich scheint eine Nummerierung der Gräber mit einem entsprechenden Plan. Auch kam die Anregung, den Friedhof in die Eninger Kulturwege aufzunehmen und durch ein aufgestelltes Kunstwerk von HAP Grieshaber sinnlich erlebbare Anknüpfungspunkte zu schaffen.

 

 

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