Reutlingen Küken, Kunst und Kreativ-Werkstatt

PR/OP 01.04.2015
Die Reutlinger Museen zeigen über die Osterfeiertage ein breit gefächertes Angebot für die ganze Familie. Nur Karfreitag bleiben die Häuser geschlossen. An den übrigen Feiertagen sind sie 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Heimatmuseum, Industriemagazin, Naturkunde- und Kunstmuseum sowie Städtische Galerie: Die Stadt bietet da eine große Auswahl an Möglichkeiten. Ein Bummel über die Osterfeiertage in eine oder mehrere der Ausstellungen empfiehlt sich - nicht nur bei schlechtem Wetter.

So laden zum Beispiel das Heimatmuseum und seine Außenstellen zu einem Besuch ein: Am Ostersonntag, 5. April, ist das Museum "Im Dorf" Betzingen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Neben der Dauerausstellung zur ländlichen Dorfkultur im 19. Jahrhundert ist im Dachgeschoss des Museums eine Sonderausstellung zu sehen: "Jubiläum im Foto. 125 Jahre Ortsgruppe Betzingen des Schwäbischen Albvereins".

Im Industriemagazin in der Eberhardstraße 14 ist am Ostermontag, 6. April, von 14 bis 17 Uhr die Ausstellung "Textile Vielfalt. Industrielle Erfolgsgeschichten aus Württemberg" zu besichtigen. Produkte, Firmendokumente und Werbung aus sechs württembergischen Spezialmuseen geben spannende Einblicke in die Hoch-Zeit der Textilindustrie im 19. und 20. Jahrhundert. Aus Reutlingen sind zu sehen: außergewöhnliche Bademoden der Firma Heinzelmann und Trainingsanzüge des Olympiaausrüsters Büsing.

Im Heimatmuseum können am Ostersamstag, 4. April, und am Ostermontag, 6. April, Kinder von vier bis acht Jahren basteln - mit Museumspädagogin Elisabeth Marstaller. Von 14 bis 16 Uhr entstehen am Ostersamstag lustige Eierbecher, am Ostermontag werden zur gleichen Zeit Teelichthalter aus Fotokarton gebastelt (Kosten: 1 Euro).

Im Naturkundemuseum erwartet die Besucher das Oster-Spezial "Wir brüten was aus". Schon mal einem Küken beim Schlüpfen zugesehen? Im Naturkundemuseum werden Eier von verschiedenen Haushuhnrassen bebrütet. Ihr Schlüpfen kann im Brutkasten direkt beobachtet werden. Je nach Rasse kommen unterschiedlich gefärbte und verschieden große Küken zur Welt, die ihre ersten Tage in zwei großen Laufarenen im Museum verbringen. Die Aktion läuft bis 12. April. Dann gehen die Hühnchen auf den Hof ihrer Eltern und Großeltern zurück. Aber im Museum gibt es noch mehr zu erfahren rund um Küken, Eier, Nester und eierlegende Tiere. Wie kommt das Huhn denn eigentlich ins Ei? Und warum schlüpft aus unserem Frühstücksei kein Küken? Zudem: Nicht nur Hühner legen Eier. Und entgegen dem geflügelten Wort gleicht kein Ei dem anderen. Auch Nester gibt es in allen Formen und Größen, und viele Vögel sind bei der Wahl und der Gestaltung ihrer Nistplätze sehr kreativ.

"Wilhelm Rudolph - Das Phantastischste ist die Wirklichkeit. Holzschnitte und Gemälde": So lautet der Titel der aktuellen Ausstellung im Kunstmuseum Spendhaus. Sie zeigt eine repräsentative Auswahl an Holzschnitten und Gemälden aus allen Schaffensphasen des Chemnitzer Künstlers (1889 bis 1982). Er schuf etwa 700 Holzschnitte, deren Bedeutung für den Hochdruck noch nicht angemessen gewürdigt wurde. Die Präsentation "Was war - was bleibt. Druckgrafik aus der DDR" macht deutlich, dass die gedruckte Kunst in der DDR eine besondere Nische besetzte. Anders als Malerei und Skulptur war sie für das offiziell vorgegebene Erscheinungsbild der Kunst und deren propagierte Wirkung in die sozialistische Gesellschaft hinein von geringerer Bedeutung. So konnte die Grafik von den Künstlern entschieden freier gehandhabt werden. In der Ausstellung "Grieshaber und die Antike" erhalten die Besucher einen Einblick in HAP Grieshabers intensive Auseinandersetzung mit der griechischen Antike. Im Werk des Künstlers tauchen immer wieder Bildthemen und -motive aus der antiken Mythologie auf, besonders Götter wie Pan oder Janus und Fabelwesen wie Sphinx, Hydra oder Kentaur. Die Präsentation wird ergänzt durch antike Objekte aus der Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie der Uni Tübingen.

In der Städtischen Galerie, Eberhardstraße 14, bietet die Ausstellung "Heimspiel - Reutlinger Künstler 2015" einen breiten Querschnitt durch das aktuelle Kunstschaffen in Stadt und Region. Neben den klassischen Kunstgattungen Malerei, Zeichnung, Grafik, Foto, Neue Medien oder Skulptur konnten heuer erstmals auch raumbezogene, installative Arbeiten eingereicht werden. So entstand eine Ausstellung, in der 72 Künstler ihre Arbeiten in den Räumen von Kunstverein und Städtischer Galerie präsentieren.

Am Donnerstag, 9. April, bietet das Kunstmuseum für Kinder ab sieben ein Osterferienprogramm. Unter dem Motto "Die Selbermacher - Frühling in der Kreativ-Werkstatt" können Kids mit der Museumspädagogin Kerstin Rilling kleine Taschen und Tischsets nähen, falten und mit selbstgemachten Stempeln bedrucken (Kosten: 8 Euro, Anmeldung: Telefon: 07121-303-2322).Der Eintritt in die Museen ist jeweils frei. Nur im Kunstmuseum kostet die Ausstellung "Wilhelm Rudolph" Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3.