Seit Kurzem wird in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie der Kreiskliniken ein neuartiges Modell eines künstlichen Kniegelenkssystems implantiert, heißt es in einer Mitteilung. Für dieses Prothesenmodell liegen zwischenzeitlich aus Deutschland sehr gute Zehn-Jahres-Ergebnisse vor. Das Besondere an diesem neueren Modell ist, dass ein einheitlicher Radius der Oberschenkelkomponente eine gleichmäßige Bandspannung in diesem Bewegungsbereich ermöglicht. Dabei wird die Funktion und Stabilität des künstlichen Gelenkes unterstützt. "Die genaue Wiederherstellung der Gelenkebene mit diesem künstlichen Gelenk ist möglich und wichtig für eine gute Streck- und Beugefunktion. Durch eine Verkürzung der unteren Lauffläche der Prothese wird zusätzlich eine bessere Beugefähigkeit erreicht. Die gleichmäßige Bandspannung zwischen voller Streckung und 90 Grad Beugung des Gelenkes führt auch zu einer besseren Kraftentwicklung des Kniestreckers und somit zu einer besseren Streckfunktion des künstlichen Gelenkes", sagt Chefarzt Dr. Klaus Kolb. Mit der Einführung dieses Prothesenmodells wurde auch der Zugangsweg zum Kniegelenk geändert und die weichteilschonende Operationstechnik weiter verfeinert.