Pfullingen/Unterhausen / JHE  Uhr

Es war die reinste Freude für das Publikum: Ganz augenscheinlich hat die Unterhausener Narrenzunft "Krautscheißer" keinerlei Nachwuchssorgen. In einem futuristischem Silbergewand holten viele kleine "Marsmenschen" mit deren Anführerin Verena Grauer gleich zu Beginn Zeremonienmeister Stefan Blötscher von der Bühne im Hof der Uhlandschule ab - nicht ohne ihn vorher gefesselt zu haben. Seit einem Vierteljahrhundert gibt es nun schon die "NZ Krautscheißer", groß gefeiert wird am 7. Februar, dem "schmotziga" Donnerstag.

Den Auftakt der mit etwas über fünf Wochen kurzen Fasnets-Kampagne aber machte am Sonntag eine große, feierlich und närrisch gelaunte Festgesellschaft mit dem traditionellen Häsabstauben. Die Musikkapelle trat auf, und die Burgsteinhexen tanzten. Nicht zu vergessen die Lumpenkapelle "Loco". Vor allem aber wurde der Krautscheißer in seinem grünen Gewande wieder aus dem Schlaf erweckt, begleitet von einem jedes Jahr neu inszenierten Schauspiel. Dieses moderierte die Vorsitzende der Krautscheißer, Katja Thomas. Sie lud das Publikum ein zum großen Narrendorf rund ums Rathaus am 7. Februar.

In Pfullingen hatten schon zuvor die Hoagamännle samt deren Hexen ihre Fasnetsfigur aus den Tiefen der Echaz geholt. Gewaltig musikalischen Dampf zum Auftakt machten die "Echazrebellen" Reutlingen, eine Truppe angeführt von Hans Schuster, die demnächst auch in München und in Zürich Auftritte haben wird. Hoagamännle-Chef Michael Tröster und seine Aktiven ließen es sich dann nicht nehmen, die Täuflinge, also die Jungnarren, wieder ordentlich auf die Probe zu stellen: Im traditionellen Pflichtessen sollen, neben anderem Ekelzeugs, auch Mehlwürmer gewesen sein. Hoagamännle-Novize Julian nahms gelassen. Auch nur kurz gewürgt haben die frisch gebackenen Hoagahexen Daniel Müller, Aylin Krohmer, Michael Kinzelmann, Sarah Schmidt, Jasmin Schilling und Susann Wolf.