Reutlingen Königlicher Preis für exzellente TSG Inklusiv

Reutlingen / SWP 15.10.2014
Große Ehrung für die "TSG Reutlingen Inklusiv": Sie erhält den mit 10 000 Euro dotierten Herzogin-Marie-Preis der Stiftung Präventive Jugendhilfe.

Mit dem Preis wird die innovative Arbeit in Sportgruppen ausgezeichnet, in denen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam aktiv sind. Die Schirmherrin der Stiftung, I.K.H. Marie Herzogin von Württemberg, wird den Preis beim Festakt am Freitag, 17. Oktober, im Domino-Haus überreichen. Die Laudatio hält der Präsident des Württembergischen Landessportbunds, Klaus Tappeser.

Der diesjährige Herzogin-Marie- Preis "Der Jugend eine Zukunft geben", der zum achten Mal verliehen wird, steht unter dem Motto "Gemeinsam geht es besser - Ausgrenzung vermeiden". Unter 15 Bewerbungen hatte eine Jury aus Fachleuten des Stiftungsrates eine Auswahl zu treffen. Sie entschied sich einstimmig für TSG Reutlingen Inklusiv als alleinigen Preisträger.

In der TSG Reutlingen wird seit über 30 Jahren Menschen mit Handicap Möglichkeiten geboten, durch Spiel und Sport den Körper zu trainieren, aber auch das Selbstwertgefühl zu steigern und soziales Miteinander zu fördern. Mit seiner Inklusiv-Abteilung nimmt die TSG seit Jahren eine Pionierrolle bei den inklusiven Sportangeboten ein. Mit dem Projekt "Die inklusive Sportpyramide" wird ein vorbildliches Projekte geehrt, das Inklusion als Herausforderung und Chance begreift. Ob Tischtennis, Fechten, Hip-Hop, Mädchen-Fußball oder Basketball, in diesen Gruppen geht es vorrangig nicht um leistungsbezogenen Sport. "Wir erleben ganz viel Spaß am ungezwungenen Miteinander", betont Abrecht Tappe, Geschäftsführer von TSG Reutlingen Inklusiv. "Wir wollen ohne Leistungsdruck eine Balance zwischen Spiel und Sport zu finden, bei der man Freude hat und noch dazu soziale Kompetenzen erwerben kann."

"Ausgangspunkt all unseres Handelns und unserer Angebote sind die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen mit und ohne Handicap. Bei uns wird nicht gefragt: Was kann der Mensch sportlich? Die Frage lautet vielmehr: Was kann der Sport menschlich", stellt Abteilungsleiter Dr. Martin Sowa als Basis heraus. Der Verein setzt damit konsequent die UN-Konvention über die Menschenrechte für Menschen mit Behinderung um. Die Konvention fordert, dass vor allem jungen Menschen mit Handicaps ein selbstverständliches Aufwachsen in allen Lebensbereichen ermöglicht wird.