Reutlingen Klinikum: Fischer stellt Projekt "einKLINKen" vor

SWP 30.01.2015

Das im Landkreis Ludwigsburg erfolgreiche Projekt "einKLINKen" soll jetzt auch in Reutlingen eingeführt werden. Der dortige Initiator Siegfried Fischer, Klinikseelsorger im Klinikum Ludwigsburg, wird am Mittwoch, 4. Februar, 19.30 Uhr, im Klinikum am Steinenberg von seinen Erfahrungen berichten, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. Auch wird an diesem Abend das Reutlinger Konzept mit seinen eigenen Strukturen und Leitungspersonen vorgestellt und um Mitwirkung geworben.

Es geht um ehrenamtliche Unterstützung von alleinstehenden Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt. Manche sind unsicher, wie sie die ersten Tage zuhause bewältigen können. Da mag ein beruhigendes Zuhören und "erste Hilfe" mit freundlicher Zuwendung und Augenmaß helfen.

Vielleicht muss bei gehunsicheren Personen die Heizung im Keller eingeschaltet oder der Kühlschrank gefüllt werden. Vielleicht müssen Angehörige informiert oder nachbarschaftliche Hilfen organisiert werden. Oder es geht um das Kofferpacken für die anschließende Rehabilitation - eben kleine Hilfen und freundliche Begleitung. Darin soll keine Konkurrenz zu professionellen Diensten gesehen werden. Sozialstationen oder Pflegedienste haben ihre eigenen und kostenpflichtigen Aufgaben.

Über das Stationspersonal wird der Bedarf gemeldet und telefonisch an wohnortnahe Kontaktpersonen weitergeleitet. Die Dienste von "einKLINKen" werden kostenlos angeboten. Die Mitwirkenden werden regelmäßig und professionell angeleitet und beraten. Ein "Vorteil" für die Helfer und Helferinnen ist der zeitlich befristete Einsatz frei von Dokumentation und Pflichten.

Die Stärke von "einKLINKen" ist die spontane ehrenamtliche Einsatzbereitschaft - unabhängig von Konfession und Herkunft. So kann ohne bürokratische Hürden eine Brücke von der Klinik zum Heimatort gebaut werden.