Gesamtelternbeiräte aus ganz Baden-Württemberg gründen nun einen Landeselternbeirat der Kinderbetreuungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Auch Reutlinger Eltern sind dabei mit von der Partie.

Stuttgart

Interessenvertretungen in der Kindertagesbetreuung

Ihre Forderungen: Die Elternvertreter wollen Interessensvertretungen für die Kinder und Familien in der Kindertagesbetreuung, sie möchten schnelle Gespräche mit der Landesregierung und den Fraktionen über Verbesserungen für die Kinder und Familien und finden, eine „Kinder- und Familienpolitik ohne die Familien geht jetzt nicht mehr“.
Als Reaktion auf die teils dramatische Lage von Kindern und Familien seit der Schließung der Kindertageseinrichtungen vor zehn Wochen, haben sich Elternvertreter aus ganz Baden-Württemberg zu einem kommissarischen Landeselternbeirat zusammengeschlossen. Ziel ist es, von Kultusministerium, Landtagsfraktionen, Bildungsgewerkschaften und kommunalen Spitzenverbänden als Vertreter der Kinder und Familien wahrgenommen zu werden und schnell in Gespräche mit den Verantwortlichen über die Verbesserung der Situation von Familien zu kommen.

Kultusministerin Eisenmann angeschrieben

In einem Schreiben an Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann am 25. Mai bekräftigen die Elternvertreter ihre Absicht, mit dem Kultusministerium zusammen über Perspektiven und Lösungen für die Kinder und Familien arbeiten zu wollen. Die öffentliche Wahrnehmung der Politik in den zurückliegenden Wochen zeige, dass Kinder und Familien keine nennenswerte Rolle spielten, während auf allen möglichen anderen Feldern der Politik und des öffentlichen Lebens über Lockerungen und Hilfen in den aktuellen Beschränkungen gesprochen werde.

In Reutlingen erinnern Schuhe an die Situation von Flüchtlingen Seebrücke mahnt zu Solidarität

Reutlingen

Ein runder Tisch des Kultusministeriums

Kinder hätten einen großen Teil der Beschränkungen auf sich nehmen müssen, ohne gefragt und beachtet zu werden, so die Elternvertreter weiter. Dies müsse nun grundlegend und spürbar geändert werden. Der Landeselternbeirat fordert einen runden Tisch des Kultusministeriums zur Situation von Kindern und Familien in der Corona-Krise, an dem Politik, Gewerkschaften, Verbände und zivilgesellschaftliche Akteure gemeinsam mit den Elternvertretern konkrete Pläne und Perspektiven für Kinder und Familien erarbeiten sollen, sagt Claus Mellinger vom Gesamtelternbeirat Reutlinger Kindergärten und Kindertagesstätten.