AKTI Kinder können hier viel lernen

Beim „Akti“-Fest am Samstagnachmittag ließen sich ganze Familien im Schutz des Pavillons heiße Rote schmecken.
Beim „Akti“-Fest am Samstagnachmittag ließen sich ganze Familien im Schutz des Pavillons heiße Rote schmecken. © Foto: Gabriele Böhm
Reutlingen / Von Gabriele Böhm 26.08.2018

Die Kinder können sich hier austoben und brauchen das auch“, sagt Vereinsvorstand Wolfgang Rätz. Am Samstagnachmittag fand das „Akti-Sommerfest“ statt. Der Verein „Aktivitätsspielplatz e.V.“ mit seinem weitläufigen Gelände besteht bereits seit 45 Jahren. Trotz kühler Nässe hatten Kinder und Erwachsene ihren Spaß.

„Hier können die Kinder viel lernen“, ist Rätz überzeugt. „Sie üben den Umgang mit Werkzeug und sehen, was sie selbst geschaffen haben. Sie lernen auch, was es heißt, an einer Sache dranzubleiben und geduldig durchzuhalten oder wie man als Gruppe etwas plant und durchführt.“

Auch der richtige Umgang mit Tieren könne hier erfahren werden. „Am Anfang hatten wir noch keine Tiere, nur Hütten“, erinnert sich der Vorstand. Kürzlich wurden zwei neue Katzen auf dem Gelände beheimatet, während das betagte Zwergschaf „Bambi“ nicht mehr auf Erden weilt und ebenfalls wieder ersetzt werden soll. Denn Tiere gehören zum Konzept dazu.

Bis 2017 wurde der Spielplatz mit 1,5 Stellen betrieben. Doch dann wurde auf zwei Stellen aufgestockt, die sich die Mitarbeiter Gabi Schickhardt, Udo Pomper und Celina Beck teilen. „Sehr gute Erfahrungen haben wir auch mit Fenja Schurr gemacht, die im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zu uns kam“, erläutert Rätz. „Es hat viel Spaß gemacht“, erzählt die junge Frau, die der Einrichtung als 450-Euro-Kraft erhalten bleibt.

Nicht zu übersehen ist die neue große Kletteranlage vor dem Turm. Rustikale Stämme wurden dabei zu einer wahren Kletterlandschaft zusammengesetzt, zu der auch Schaukeln, ein Netz, ein Balancierseil, Schaukelreifen und selbstverständlich eine Rutsche gehören.

„Die Rutsche ist einfach genial“, freut sich Mitarbeiterin Gabi Schickhardt. „Man kann die Stahlfläche mit einer Lkw-Plane verlängern  und mithilfe von Wasser aus dem Gartenschlauch bis zum Haus schliddern.“ Am Samstag freilich kam genug Wasser von oben. Aber an der Kletteranlage wird noch weiter gebaut.

Gabi Schickhardt ist seit 1995 dabei und vom „Akti“ nicht mehr wegzudenken. Am Samstag sorgte sie mit dem Steinofen für heiße Pizza. „Momentle, i muaß mol dreha. Aber dafir kriaget Ihr se au ganz frisch“, sagte sie zu einer hungrigen Familie. Den Ofen und auch das Holzhaus drumherum haben ehemalige „Akti“-Kinder gebaut, die heute Handwerksberufe ausüben.

Hunger auf Deftiges hatte auch die vierköpfige Kindergruppe um die neunjährige Dian Hartnagel, die fachmännisch die Kaffee- und Kuchen-Ausgabe betreute. „Noch 24 Minuten bis zum Schicht-Ende“, sagte eines der Mädchen nach einem Blick auf die Uhr. Und dann ging es für die Gruppe zum Backofen, Pizza holen.

Auch Mitglieder der Band „Hardt Stompers“ ließen sich gerne zum „Märkle-Verkauf“ einspannen. Doch vor allem sorgten sie, wie so oft auf dem „Akti“, für schwungvolle Musik.

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