Pfullingen Keine Soforthilfe vom Land

Pfullingen / EVELYN RUPPRECHT 15.07.2016
Noch sind die Pfullinger nach dem Hochwasser mit der Schadenssichtung beschäftigt. Soforthilfe vom Land ist allerdings nicht zu erwarten.

Eine abschließende Bilanz zum Hochwasser  konnte die Verwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung nicht geben – auch wenn sie Gert Klaiber (CDU) gern gesehen hätte. Nur: Es gehen noch immer Schadensmeldungen ein. Die E-Mail-Adresse, die die Stadt für die Geschädigten eingerichtet hat, wird offenbar gut angenommen. Und die Bürger nutzen die Kommunikationsmöglichkeit nicht nur, um mitzuteilen, was bei ihnen im wahrsten Sinne des Wortes alles den Bach runter gegangen ist, sie erklären via Mail auch, ob und wie ihnen geholfen wurde – oder, dass sie immer noch mit größten Problemen zu kämpfen haben. Doch es gab auch entscheidende, wenn auch enttäuschende Neuigkeiten, die Bürgermeister Michael Schrenk im Gemeinderat zu verkünden hatte. Denn so viel steht fest: Es wird keine Soforthilfe vom Land geben. Derweil füllt sich das Spendenkonto, das die Stadt zugunsten der Geschädigten eingerichtet hat täglich und kontinuierlich.

Gleichzeitig sind Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle und sein Team noch immer damit beschäftigt, die Schäden, die das Hochwasser am Abend des 24. Juni in Pfullingen angerichtet hat, zu sichten.  „Es hatte eine riesige Fläche bedeckt“, so Oehrle, der täglich neue neuralgische Punkte inspiziert. So wie zum Beispiel am Dienstag, als er in der Talackerstraße unterwegs war. Dort hatte der Lindentalbach Teile einer Brücke mit sich gerissen und einige Gütle überschwemmt. Die Feuerwehr musste nach dem Unwetter mit einem Spezialkran Bäume aus Bach und Böschung ziehen.

Anfang der Woche waren die Pfullinger indes nicht ohne Grund schon wieder in Aufregung. Für Montag war eine neue Unwetterfront angekündigt worden, vor der die Stadt auch gleich auf ihrer Homepage gewarnt hatte. Im Nu war die Feuerwehr ausgerückt, um die Schläuche am Gymnasium auszulegen und die Sporthalle auf diese Weise abzudichten. Zum Glück kam’s dann doch nicht so Dicke und es hat nur, wenn auch heftig geregnet. Eine Schadensbilanz vom 24. Juni will die Stadt nun in der nächsten Gemeinderatssitzung am 26. Juli vorlegen.