Kommentar Keine große Überraschung

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Ralph Bausinger.jpg © Foto: Thomas Kiehl
Reutlingen / Ralph Bausinger 05.12.2018

Die Entscheidung von Carl-Gustav Kalbfell kam alles andere als überraschend. Lange hat der 41-jährige FDP-Politiker und Sozialbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen gezögert, bis er gestern Nachmittag seine Kandidatur öffentlich gemacht hat. Damit steht jetzt fest, dass mindestens vier Kandidaten auf dem Stimmzettel für den ersten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl am 3. Februar 2019 stehen werden. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 7. Januar 2019 können noch weitere Kandidaten hinzukommen.

Schneider Favorit

Kalbfell schreibt selbst, dass er nicht als Favorit ins Rennen geht. Da hat er Recht: Die Favoritenbürde liegt klar bei Dr. Christian Schneider, der von der CDU unterstützt wird. Schneider hat die vergangenen Wochen genutzt, um sich in den Stadtbezirken über die Sorgen und Nöte der Bürger zu informieren. Thomas Keck, der auf die Unterstützung der derzeit in Umfragen kräftig gebeutelten SPD bauen kann, und Cindy Holmberg von den Grünen, die momentan auf einer Euphoriewolke schweben, besitzen allenfalls Außenseiterchancen. Das gilt auch für Kalbfell.

Ein Aspekt sollte dabei aber nicht vergessen werden. Eine (Ober-)Bürgermeisterwahl ist nach wie vor eine Persönlichkeitswahl, bei der die Parteizugehörigkeit rasch in den Hintergrund treten kann. Gewählt wird derjenige, der seine Ideen und Ziele am besten präsentieren kann und dem die Bürger die höchste Kompetenz in den Politikfeldern Verkehr(-sbelastung), Wohnen und Kinderbetreuung zuweisen. Das kann auch ein vermeintlicher Außenseiter sein.

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