Reutlingen Kalbfell will OB werden

Carl-Gustav Kalbfell kandidiert in Reutlingen für den OB-Posten.
Carl-Gustav Kalbfell kandidiert in Reutlingen für den OB-Posten. © Foto: privat
Reutlingen / swp 06.12.2018

Der 41-jährige Sozialbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen will jetzt auch Nachfolger von Barbara Bosch werden.

Nach Dr. Christian Schneider, Thomas Keck und Cindy Holmberg hat jetzt auch Dr. Carl-Gustav Kalbfell seinen Hut in den Ring geworfen. Der FDP-Politiker kündigte gestern um 14.40 Uhr per Pressemitteilung an, dass er die Nachfolge von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch antreten wolle.

„Es wäre ein Traum, auf diese Weise die weitere Entwicklung meiner Heimatstadt mitgestalten zu dürfen“, schreibt Kalbfell. Nachdem er verschiedentlich zur Kandidatur ermuntert worden sei, habe er sorgfältig ausgelotet, ob die erforderlichen Spielräume und Voraussetzungen für eine solide Bewerbung gegeben wären – politisch, organisatorisch, personell, finanziell. „So etwas will schließlich gut durchdacht sein.“

Bürgermeister von Leinfelden-Echterdingen

In den vergangenen Wochen sei dann der Entschluss zur Kandidatur gereift, erklärt der 41-Jahrige, der seit 2015 als Bürgermeister von Leinfelden -Echterdingen das Dezernat 2 leitet, dem die Ämter Schulen, Jugend, Vereine, Kultur, Soziale Dienste, Bürger und Ordnung sowie die Volkshochschule und das Deutsche Spielkartenmuseum zugeordnet sind. Mit dem „größten Vergnügen“ würden er, seine Frau Camila und seine Tochter, im Falle seiner Wahl nach Reutlingen zurückziehen, wo sie schon jetzt einen Großteil ihrer Freizeit verbringen.

„Welche Erfolgschancen ich bei der bevorstehenden Wahl habe, müssen andere bewerten“, schreibt Kalbfell. „Zu den Favoriten zähle ich gewiss nicht, ich hoffe jedoch, den Reutlingerinnen und Reutlingern durchaus etwas bieten zu können.“ Als Jüngster im Quartett der Kandidaten könne er zwar nicht mit jahrzehntelanger Verwaltungspraxis und Gremienerfahrung punkten – dafür sei er aber mit seinen 41 Jahren noch „jung genug, um eine längerfristige Perspektive bieten zu können“.

Nachdem die Entscheidung zu kandidieren gefällt sei und ihm sein jetziger Vorgesetzter Oberbürgermeister Roland Klenk (CDU) ab Weihnachten Urlaub für den Wahlkampf gewährt habe, sammle er ab sofort zwischen Gönningen und Mittelstadt die erforderlichen 150 Unterschriften von Reutlinger Bürgern, die seine Kandidatur befürworten. Darüber hinaus bereite er zusammen mit etlichen Helfern – vorwiegend Parteifreunde und Familienangehörige – seine Wahlkampagne organisatorisch vor. „Die Wochen bis zu den Wahlgängen am 3. und 24. Februar werden bestimmt kein Spaziergang“, schreibt Kalbfell. Angesichts der offenen Zustimmung, die er bislang erfahre, zeigt er sich zuversichtlich, die 150 Unterschriften binnen 14 Tagen zusammenzubringen, um seine vollständigen Bewerbungsunterlagen noch vor Weihnachten Barbara Bosch im Reutlinger Rathaus überreichen zu können, deren professionelle Amtsführung er sehr schätzt. Immerhin sechs Jahre lang, von 2009 bis 2015, habe er sich als gewählter Stadtrat aus nächster Nähe davon überzeugen können.

Persönliche Gespräche

Gegenwärtig suche er, soweit dies seine jetzige Tätigkeit erlaube, das persönliche Gespräch mit möglichst vielen Reutlingern, in der Kernstadt genauso wie in den Stadtteilen. Selber unter der Achalm geboren und aufgewachsen, „weiß ich um die speziellen Befindlichkeiten, um die Sorgen und um die Sehnsüchte dieser aufstrebenden Stadt“. Die nächsten Wochen wolle er nutzen, um von den Menschen, die hier leben, lernen und arbeiten, aus erster Hand zu erfahren, was ihnen für die weitere Entwicklung Reutlingens und seiner Stadtteile wichtig ist.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel