Kommentar von Alexander Thomys Jugendarbeit und Respekt

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Alexander Thomys.jpg © Foto: Thomas Kiehl
Reutlingen / Alexander Thomys 14.03.2018

Die Zahl der Feuerwehrleute steigt seit Jahren, und in den Jugendfeuerwehren im Kreis sind inzwischen 734 junge Menschen organisiert. Darunter auch 190 Kinder, seit die Feuerwehren ihre Nachwuchsarbeit auf die Jüngsten ausgedehnt haben. Ist der Nachwuchs also gesichert? Sorgenfrei dürfen die Wehren nicht in die Zukunft schauen – auch die Kommunen nicht, die das Ehrenamt fördern sollten. Denn längst nicht alle Kinder und Jugendlichen landen in der aktiven Wehr – spätestens Studium oder Berufsausbildung können für einen Bruch sorgen. Gerade bei den Kindern können sich Interessen ändern. Doch das sollte die Jugendgruppenleiter nicht entmutigen. Denn die Saat ist gelegt: Die jungen Menschen wissen um das Angebot der Feuerwehr. Und um die Freiwilligkeit. Aber in der Bevölkerung ist  längst nicht allen klar, dass die Helfer in der Not zumeist Ehrenamtliche sind, die für den Einsatz ihre Arbeitsplätze oder Familien verlassen. Verständnis sollten auch die Arbeitgeber an den Tag legen, denn die sogenannte „Tagesverfügbarkeit“ ist für alle Feuerwehren mal mehr, mal weniger großes Problem. Helfen kann jeder: Mit dem Eintritt in die Feuerwehr. Denn selbst wenn viele Nachwuchshelfer inzwischen der Jugendfeuerwehr entwachsen – Quereinsteiger bleiben gefragt, die erst im Erwachsenenalter den Weg in ihre Feuerwehr finden. Und wer selbst nicht aktiv werden kann, sollte den Floriansjüngern mit Respekt begegnen. Gaffen, Filmen, die Rettungsgasse zustellen und die Einsatzkräfte behindern ist tabu. Jeder kann bei sich anfangen. „Wir sind als Gesellschaft gefragt und müssen nein sagen. Da gibt es keine Toleranz“, sagt Landrat Reumann. Mit Recht.

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