Eningen Jugendarbeit jetzt mit neuem Träger

ASZ 06.03.2012
Die Zusammenarbeit mit dem Verein "Hilfe zur Selbsthilfe" hat die Gemeinde Eningen gekündigtJetzt soll "pro juventa" dessen Aufgaben übernehmen.

. Künftig, so hats der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, soll "pro juventa" die Anstellungsträgerschaft für die Schulsozialarbeit und die offene Jugendarbeit übernehmen.

Ein Ende der Kooperationsvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Anstellungsträger "Hilfe zur Selbsthilfe" und somit des Projektes "Jugendbüro Eningen" ist beschlossen. Mit dem bisherigen Träger soll nun Klartext gesprochen werden. Die Zusammenarbeit wurde wegen "Schlechterfüllung des Vertrags" gekündigt, wie Bürgermeister Alexander Schweizer es formuliert. Seit November arbeitet nur noch eine Kraft im Jugendbüro und auch diese wird in zwei Wochen wegen Elternzeit ausfallen.

Stattdessen wird nun mit "pro juventa" ein Kooperationsvertrag ausgearbeitet, den die Räte in der jüngsten Sitzung zu beschließen hatten. Damit wird neben der offenen Jugendarbeit auch die von den Räten längst geforderte Schulsozialarbeit eingeführt.

Damit verbunden ist eine Änderung der Aufgabenstellung und des Aufgabenbereichs des Jugendbüros. Geplant sind weiterhin zwei Fachkräfte mit einem Stellenumfang von 150 Prozent.

Befürchtungen, dass die Arbeit bis zum Wechsel der Anstellungsträgerschaft brach liegt, konnte Schweizer ausräumen. In welchem Umfang allerdings die Arbeit in dieser Zeit ausgeführt wird, konnte er nicht sagen. Der Jugendtreff müsse "regelmäßig öffnen, da die Jugendlichen Strukturen und Regelmäßigkeit brauchen", betonte Dr. Barbara Dürr (FWV). Fehler aus der Vergangenheit wollen die Räte tunlichst vermeiden, daher wurde die neue Zusammenarbeit mit "pro juventa" in der letzten Sitzung besonders auf Herz und Nieren geprüft. Künftig müsse man sich zudem eng und frühzeitig mit den Schulen abstimmen und sich im Vorfeld mit Träger und Schule zusammensetzen, forderte Dr. Joachim Sabieraj (CDU). Die Erwartungen an den neuen Träger sind hoch, schließlich weist er im Bereich Schulsozialarbeit bereits Erfahrungen in Pfullingen und Lichtenstein auf. Zu schwammig war beispielsweise den CDU-Männern Florian C. Weller und Dr. Joachim Sabieraj die Regelung im Krankheitsfall formuliert. Daher soll dieser Punkt bis zur Vertragsunterzeichnung noch einmal mit "pro juventa" geklärt werden.