KUNST Jürgen Fuchs regt Bildhauer-Symposium an

Mit seinen Skulpturen zum Anfassen belebte der Jerg-Ratgeb-Preisträger Joannis Avramidis vor vier Jahren den Platz vor dem Tübinger Tor und der Reutlinger Stadthalle.
Mit seinen Skulpturen zum Anfassen belebte der Jerg-Ratgeb-Preisträger Joannis Avramidis vor vier Jahren den Platz vor dem Tübinger Tor und der Reutlinger Stadthalle. © Foto: Archivfoto: Marinko Belanov
Reutlingen / Von Ralph Bausinger 15.02.2018

SPD-Stadtrat Ulrich Lukaszewitz scheint in Jürgen Fuchs einen Mitstreiter für mehr Kunst im öffentlichen Raum gefunden zu haben. Der FWV-Fraktionsvorsitzende regte am Mittwoch im Pressegespräch an, ein Bildhauer-Symposium auf dem Gelände vor der Stadthalle abzuhalten.

Vor Ort könnten junge Künstler, skizziert Fuchs als Idee, direkt unter den Augen des Publikums ihre Skulpturen schaffen. Es wäre möglich, so der FWV-Fraktionschef weiter, Zelte aufzustellen, um kunstinteressierte Bürger und Künstler miteinander ins Gespräch zu bringen. „Wir wollen eine Initialzündung für mehr Kunst im öffentlichen Raum geben“, umschreibt Fuchs die Leitidee des Vorstoßes. 

Ferner sollten vorhandene Kunstwerke, wie beispielsweise die Hayek-Skulptur, die einst vor dem Telekomgebäude stand, wieder öffentlich präsentiert werden. Für diese Skulptur wurde jetzt, wie die Stadt gestern mitteilte, ein neuer Standort in der Nähe des Südportals des Scheibengipfeltunnels gefunden. Die Arbeiten für das Fundament sollen demnächst bei etwas besserer Witterung beginnen.

Die Idee, den Bürgerpark als Ausstellungsfläche zu nutzen, ist nicht neu. Vor vier Jahren hatten  Skulpturen des Jerg-Ratgeb-Preisträgers Joannis Avramidis einen temporären Platz vor dem Tübinger Tor, aber auch vor der Stadthalle gefunden. Kulturamtsleiter Dr. Werner Ströbele hatte damals in seiner Antwort vom 30. Juni 2015 auf einen Antrag der FWV vom März 2014 geschrieben, dass diese „Präsentation überwiegend als eine Bereicherung wahrgenommen wurde, die sowohl zur Beachtung durch die Bürger als auch der Wahrnehmung Reutlingens als einer modernen Stadt der Kunst und Kultur beigetragen hat.“ Die durchweg positive Resonanz lasse es wünschenswert erscheinen, solche Präsentationen zu wiederholen, schreibt Ströbele. Allerdings verwies der Kulturamtsleiter auch auf die erheblichen Kosten, die bei einer solchen Ausstellung anfallen.