Feinstaub JU lehnt Fahrverbote für Diesel ab

Die beiden JU-Kreisverbände Reutlingen und Stuttgart haben ein Papier zur Luftreinhaltung erarbeitet.
Die beiden JU-Kreisverbände Reutlingen und Stuttgart haben ein Papier zur Luftreinhaltung erarbeitet. © Foto: dpa
swp 03.08.2017

Unlängst trafen sich die JU-Kreisverbände Reutlingen und Stuttgart in Erpfingen zu einer gemeinsamen Kreisausschusssitzung. Nach einer Führung durch die Bärenhöhle begann die gemeinsame Sitzung mit rund 20 Teilnehmern aus beiden Kreisverbänden. Das vorrangige Thema war die Feinstaubbelastung, die beide Städte beschäftigt.

Nach reger Diskussion wurde ein Papier verabschiedet, das  verschiedene Lösungsansätze enthält. Maximilian Mörseburg, Kreisvorsitzender der JU Stuttgart, betont: „Dass die Stadt Stuttgart ein Problem mit Feinstaub hat steht außer Frage, aber Fahrverbote sind sicherlich nicht die Lösung dafür. Vielmehr muss in Zukunft auf intelligenten Verkehrsfluss und innovative Lösungen beim Straßennetz gesetzt werden.“ Und die Reutlinger JU-Kreisvorsitzende Valérie Neumann fügt hinzu: „Für die Junge Union, sowohl in Stuttgart als auch in Reutlingen, ist die Luftreinhaltung ein zentraler Punkt in der Umweltpolitik. Wichtige Lösungsansätze dafür sind auch der Ausbau und vor allem die Weiterentwicklung des ÖPNV. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass die zuverlässige Anbindung der ländlichen Gebiete an die Mittel- und Oberzentren verhindert, dass unnötiger Autoverkehr in die Städte kommt.“

Weiter fordert die JU eine deutliche Beschleunigung der Planung von Verkehrsprojekten, unter anderem durch eine Vereinfachung des Planungsrechts. Die Mittel für solche notwendigen Projekte sind vorhanden, aber die Planung kommt nicht hinterher und verzögert somit wichtige Fortschritte. Die JU fordert zudem den Ausbau von Park + Ride-Parkplätzen im Umland von feinstaubbelasteten Regionen, um die Menge des Individualverkehrs in die Zentren hinein zu reduzieren. Beide JU-Verbände lehnen generelle Fahrverbote und ein Verbot für Dieselautos ab.