Reutlingen IPoint: 26 000 Unternehmen nutzen Plattform

SWP 02.04.2015
Mit über 26 000 registrierten Unternehmen ist die iPoint Conflict Minerals Platform weltweit Standard für Konfliktmineralien-Compliance.

Die Kunden der iPoint Conflict Minerals Platform stammen aus 80 Ländern und unterschiedlichsten Branchen, darunter die Automobil-, Elektronik-, Luft- und Raumfahrt-, Maschinenbau-, Textil- und Bekleidungs- sowie Schiffbauindustrie. "Damit setzt iPoint-systems den Ausbau seiner Position als Marktführer im Bereich der Software- und Serviceanbieter für Konfliktmineralien-Compliance erfolgreich fort", sagt iPoint-Geschäftsführer Jörg Walden. Mit der webbasierten Softwarelösung können produzierende Firmen Daten über Konfliktmineralien entlang ihrer gesamten Lieferkette effizient sammeln, verarbeiten, zusammenfassen und berichten, um auf diese Weise die Anforderungen von Kunden und Aufsichtsbehörden zu erfüllen. Nach der US-Konfliktmineralien-Gesetzgebung müssen Unternehmen jährlich die Herkunft bestimmter Rohstoffe wie Gold, Zinn, Wolfram und Tantal in ihren Produkten offen legen. Ziel ist es, bewaffnete Konflikte und Menschenrechtsverletzungen in Zentralafrika, die durch Abbau und Handel dieser Rohstoffe finanziert werden, zu beenden. Das Gesetz wirkt sich international aus, weil die betroffenen US-Unternehmen die Berichtspflicht entlang ihrer globalen Lieferketten weiterreichen. Walden: "Unsere Erfahrung zeigt, dass es für Unternehmen - insbesondere für die in komplexe globale Liefernetze eingebundenen Firmen - ohne automatisierte Datensammlung und -auswertung schnell sehr aufwendig und teuer wird, der Auskunftspflicht nachzukommen."

Die EU bereitet eine eigene Konfliktmineralien-Gesetzgebung vor. Die von iPoint im Auftrag der Generaldirektion für Handel der Europäischen Kommission erstellte Studie zur Folgenabschätzung wurde im März 2014, zusammen mit dem Gesetzentwurf der Kommission, veröffentlicht. Die Abstimmung des Europäischen Rats und Parlaments wird im April und Mai 2015 erwartet. Die Plattform - aktuell auf das US-Konfliktmineralien-Gesetz zugeschnitten - lässt sich flexibel an die EU-Verordnung anpassen, sobald diese final verabschiedet ist.