Reutlingen / SWP Die Elektrofachbetriebe in der Region sind gefragte Partner bei der Umsetzung der Energiewende. In der Beleuchtungstechnik mit LEDs sieht Obermeister Rüdiger Hofmann ein weiteres großes Feld.

Die Energiewende in Deutschland ist in aller Munde, heißt es in einer Mitteilung. Eines der Handwerke, das am stärksten von der Energiewende betroffen und gefordert wird, sind die Elektrofachbetriebe. Dies gilt in den ureigensten Bereichen des Handwerks selbst, aber auch in anderen Bereichen, bei denen sie beispielsweise die Steuerungstechnik zuliefern. Die Branche war im vergangenen Jahr gut ausgelastet, so Obermeister Rüdiger Hofmann aus Reutlingen bei der Innungsversammlung. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag im Renovierungsbereich, aber vermehrt auch im Gewerbe und der Industrie. Auch der Neubau hat im vergangenen Jahr wieder zugelegt.

Für das laufende Jahr und für die weitere Zukunft ist dem Obermeister sowie dem Geschäftsführer der Reutlinger Kreishandwerkerschaft, Ewald Heinzelmann, nicht bange. Die Betriebe erwarten auch in diesem Jahr eine gute Beschäftigung.

Dies gilt in den Stammbereichen, aber auch in neuen Geschäftsfeldern und Schwerpunkten. Rüdiger Hofmann sieht in der Beleuchtungstechnik mit LEDs einen neuen großen Zukunftsmarkt für seine Branche. Allerdings sieht er auch einen großen Beratungsbedarf, nachdem sehr unterschiedliche Techniken auf unterschiedlichstem Qualitätsniveau angeboten werden.

Ebenso glaubt Hofmann, dass die Photovoltaik, speziell unter dem Gesichtspunkt des Eigenverbrauchs, wieder zunehmen wird. Wichtig für ihn ist hierbei, dass seine Fachkollegen wieder verlorenes Terrain zurückgewinnen können, nachdem in diesem Bereich eine hohe Kompetenz und Qualifikation notwendig ist.

Sorge bereitet den Elektrikern aber der Berufsnachwuchs. Es wird immer schwieriger, für dieses zukunftsweisende und innovative Handwerk geeigneten Nachwuchs zu finden. Bei den letzten Gesellenprüfungen haben 19 junge Elektroniker für Gebäude- und Systemtechnik die Ausbildung abgeschlossen.

Dies sind deutlich zu wenig, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Deshalb bemühen sich die Branche und insbesondere auch die Innung schon seit geraumer Zeit intensiv um Nachwuchs. Erst jüngst bei der Schau "Handwerk im Zirkuszelt" - und hier bei der Sonderschau "Ausbildung im Handwerk" - hat sich die Elektro-Innung sehr umfassend mit der Nachwuchswerbung auseinandergesetzt.

Ein großes Lob erhielten sowohl der Obermeister Rüdiger Hofmann als auch der seitherige Vorstand der Innung für die engagierte Arbeit vom Geschäftsführer der Reutlinger Kreishandwerkerschaft, Ewald Heinzelmann, wie auch vom Ehrenobermeister der Elektroinnung Reutlingen und Ehrenpräsidenten der Handwerkskammer Reutlingen, Günther Hecht. Beide bedankten sich für die gute Arbeit.

Es verwundert deshalb auch nicht, dass der komplette Vorstand von den anwesenden Mitgliedsbetrieben einstimmig wiedergewählt wurde. Die Innung wird auch zukünftig von dem Reutlinger Rüdiger Hofmann geleitet. Seine Stellvertreter sind Hermann Oberprantacher (Gomadingen) und Dieter Reinhardt (Reutlingen). Dem Innungsvorstand gehören darüber hinaus an: Klaus Hirrlinger (Wannweil), Friedemann Höhn (Reutlingen), Andreas Leibfarth (Dettingen), Rupert Münz (Pfullingen), Thomas Ruhmer (Reutlingen) sowie Dominik Schwarz (Sonnenbühl). Kassenprüfer der Innung sind weiterhin Ulrich Herzog (Reutlingen) und Thomas Krüger (Reutlingen).