Uschlaberghexa Innenstadt in Narrenhand

Die Uschlaberghexa stauben erst ihr Häs ab und laden dann zum großen Narrenumzug ein.
Die Uschlaberghexa stauben erst ihr Häs ab und laden dann zum großen Narrenumzug ein. © Foto: Archiv/Zawadil
Pfullingen / Evelyn Rupprecht 02.01.2018

Uschl, Du Hex“: Der Schlachtruf wird am 14. Januar in den Straßen Pfullingens wohl tausendfach zu hören sein – schließlich sind die Uschlaberghexa Gastgeber und Veranstalter des Narrenumzugs, der heuer in seiner achten Auflage vielleicht noch ein bisschen größer ausfallen wird, als bei den vergangenen Malen. 71 Gruppen waren’s, die beim letzten großen Treffen der Zünfte in der Echazstadt im Jahr 2016 zusammenkamen, 2018 haben 77 Gruppen ihre Teilnahme angekündigt. Darunter Zünfte, die weite Anfahrtsstrecken auf sich nehmen werden. Sie kommen aus dem Schwarzwald, dem Rhein-Neckar-Kreis, aus der Ortenau, dem Renchtal, aus Oberschwaben und vom Bodensee. Aber auch viele Vereine aus unserer Region werden beim Narrentreffen dabei sein. Die anderen Pfullinger Zünfte, die aus Eningen, Lichtenstein und Reutlingen und viele Gruppen von der Alb werden mitlaufen, wenn der Umzug am Sonntag, 14. Januar, um 13.30 Uhr beginnt.

Starten werden die 77 Gruppen mit wohl über 3000 Hästrägern an der Sandwiesenstraße. Dann geht’s über die Kloster- und die Gönningerstraße stadteinwärts weiter über die Klemmen- und die Griesstraße zum Marktplatz, wo ein großes Konzert der Kapellen geplant ist. Die Badstraße ist noch als „Auslauffläche“ für die Teilnehmer gedacht. Bis 17 Uhr werden die Narren Pfullingen unsicher machen.

Wegen des großen Umzugs hat die Stadt bereits mehrere Sperrungen angekündigt. So wird die Laufstrecke in der Zeit von 12 bis 17 Uhr komplett dicht sein, weshalb die Tiefgaragen Marktplatz, Wickenhof, Klostersee und Klostergarten nicht angefahren werden können. Gesperrt werden von 12.30 bis 15.30 Uhr aber auch die Sandwiesen- und Teile der Leonhardstraße, weil sich dort die Gruppen und Zünfte aufstellen wollen. Nötig werden zudem einige Umleitungen für den Busverkehr und in der Kurze Straße wird auf Höhe von Raumausstattung Wörner eine Ersatzhaltestelle eingerichtet.

Eine Premiere wird’s beim achten Umzug ebenfalls geben. Bereits um 9 Uhr wird eine Narrenmesse sein. Die Uschlaberghexa wollen den Morgen in der St. Wolfgangs-Kirche zusammen mit Pastoralreferentin Ines Spitznagel und Dekan Hermann Friedl gestalten. Die Eucharistiefeier ist der Auftakt für den Tag, der nicht nur durch den Umzug und das Platzkonzert, sondern auch durch das Treffen der Zunftmeister geprägt ist.

Für die Uschlaberghexa, die den Umzug in jedem zweiten Jahr stemmen, beginnt die Fasnet – wie für viele andere Zünfte auch – bereits am kommenden Wochenende mit dem Häsabstauben. Sie treffen sich am Samstag, 6. Januar, um 18 Uhr am Ursulaberg, dem Ort, nach dem sie ihren Verein bei der Gründung im Jahr 1999 benannt haben. Ihr Häs bezieht sich auf eine alte Pfullinger Sage. „Das Schloss auf dem Ursulaberge soll mit unendlichen Schätzen versunken sein. Die Berghexe, die alte Urschel, suche noch, als Steingegeist, diejenigen, die bei der Nacht über die Steinge gehn, zu blenden, und nach dem Ursulaberge hin zu verführen, damit sie diese Schätze heben und damit zugleich sie erlösen“, heißt es darin.  Die Urschel soll einen grünen Rock und rote Strümpfe getragen haben – woran die Hexen bei dem Umzug am 14. Januar  gut zu erkennen sein werden.

77

Gruppen werden am 14. Januar beim überregionalen Narrentreffen der Uschlaberghexa durch die Innenstadt ziehen.

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