Reutlingen Inklusive Stadtführung unter den ersten drei

Die Stadtführerinnen und Stadtführer der Bruderhaus-Diakonie freuen sich über die Nominierung für den Nachhaltigkeitspreis der Evangelischen Bank.
Die Stadtführerinnen und Stadtführer der Bruderhaus-Diakonie freuen sich über die Nominierung für den Nachhaltigkeitspreis der Evangelischen Bank. © Foto: Bruderhaus-Diakonie
Reutlingen / SWP 22.07.2016
Die inklusive Stadtführung „Auf dem Weg“ der Bruderhaus-Diakonie  ist für den von der Evangelischen Bank ausgelobten Nachhaltigkeitspreis nominiert.

Sechs Reutlinger Stadtführerinnen und Stadtführer mit Behinderung zeigen unter dem Motto „Auf dem Weg“ ihre Sicht auf Sehenswürdigkeiten und besondere Plätze in der Stadt: mit Rap, Tanz und Theater. Emina Dindi?, Anne-Kathrin Killguss, Martina Traub, Günter Eisele, Detlef Hartwig und Bari? Akdemir bilden das Stadtführer-Team der Bruderhaus-Diakonie.

Ihre Arbeitsplätze sind zweigeteilt: Wenn die Beschäftigten nicht durch die Stadt führen, übernehmen sie andere Aufgaben in den Werkstätten, zum Beispiel im Hofladen auf dem Bioland-Hofgut Gaisbühl oder in der Kartonage.

Jetzt ist die inklusive Stadtführung für den Nachhaltigkeitspreis 2016 der Evangelischen Bank in Kassel nominiert. Unter dem Motto „Kein Mensch ist fremd“ hatten sich bundesweit 138 Einrichtungen aus Diakonie und Kirche mit sozial-ethischen Projekten um den Preis beworben.

Drei innovative Projekte aus Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, die die Jury – bestehend aus Experten der Kirche, Diakonie, Wissenschaft, Presse und der Evangelischen Bank – für förderwürdig erachtet, erhalten Preisgelder zwischen 3000 und 10 000 Euro. Welchen der drei ersten Plätze die Reutlinger Stadtführerinnen und Stadtführer erreicht haben, erfahren sie am 14. September bei der Preisverleihung in Kassel.

Die Projektleiterinnen Ulrike Lamparter und Anita Gauß freuen sich über den Erfolg ihrer Bewerbung: „Das ist eine schöne Wertschätzung für die Arbeit, die unsere Beschäftigten hier leisten.“ Mit dem Preisgeld kann das Projekt 2017 weitergeführt werden. Die Stadtführer wurden bisher vom Landesprogramm „Impulse Inklusion“, der Lechler Stiftung und der Förderstiftung für Menschen mit Behinderung der Bruderhaus-Diakonie unterstützt.

Mit der jetzigen Nominierung hat es die Bruderhaus-Diakonie bereits zum zweiten Mal in die Endrunde für den Nachhaltigkeitspreis geschafft. 2012 hatte das Trauerdiakonat, eine Seelsorge für Kinder und Jugendliche, die einen Elternteil oder ein Geschwisterkind verloren haben, den zweiten Platz belegt.