Reutlingen In die Menschlichkeit investiert

Insgesamt 6000 Euro spendete die Caritas-Stiftung an sieben Projekte, die gemeinnützige und mildtätige Arbeit leisten (von links): Mark Schäfer (Smart-Busle), Peter Roth (Kulturtage), Harald Uetz (Snoezelen-Raum), Karl Vöhringer, Roland Köhler (Spurensuche), Dekan Robert Widmann, Dagmar Kanz (Inklusion im Kindergarten) und Christine Hornstein (Seelsorge).
Insgesamt 6000 Euro spendete die Caritas-Stiftung an sieben Projekte, die gemeinnützige und mildtätige Arbeit leisten (von links): Mark Schäfer (Smart-Busle), Peter Roth (Kulturtage), Harald Uetz (Snoezelen-Raum), Karl Vöhringer, Roland Köhler (Spurensuche), Dekan Robert Widmann, Dagmar Kanz (Inklusion im Kindergarten) und Christine Hornstein (Seelsorge).
Reutlingen / ANNE LEIPOLD 04.10.2012
Festlich ist der Rahmen, der Grund ist die Investition in die Menschlichkeit: Die Caritas-Stiftung Reutlingen überreichte insgesamt 6000 Euro an sieben Projekte und fördert damit gemeinnützige und mildtätige Arbeit.

So unterschiedlich sie sind, eines haben alle Projekte gemeinsam: Sie "investieren in die Menschen mit dem Grundkapital Menschlichkeit", würdigte Dekan Robert Widmann in Rappertshofen die Arbeit derjenigen, die in diesem Jahr von der Caritas-Stiftung ausgewählt und finanziell unterstützt werden.

Die Aufgabe der Caritas sei die "Hilfe, das in den Menschen freizusetzen, was in ihm, was sonst in ihm eingeschlossen ist, nicht zur Wirkung, zur Entfaltung kommt", betonte Widmann jetzt bei der Feierstunde in der LWV-Eingliederungshilfe Rappertshofen.

Sieben Projekte wählte die Caritas-Stiftung in diesem Jahr aus. Zwar könne man damit nicht die Probleme der Welt lösen, "aber für die ihnen anvertrauten Menschen für Leib, Seele und Geist etwas Positives bewirken", sagte Kuratoriumsvorsitzender Karl Vöhringer.

Insgesamt 6000 Euro konnten ausgeschüttet werden, eine "außergewöhnliche" Summe, in den Vorjahren beliefen sich die Spendensummen auf je 4400 Euro. Großzügigen Spendern sei dies zu verdanken, sagt Vöhringer.

Und diese Beträge von 500 bis 1400 Euro sind es, die Wärme und Geborgenheit, einen kostenlosen Fahr- und Begleitdienst für Senioren im Smart-Busle, Kulturtage an der St. Wolfgang-Schule, Kindern der Gutenbergschule einen Tag auf "Spurensuche" als Mönch im Kloster Bebenhausen oder einem Kind mit Behinderung die Inklusion im katholischen Kindergarten "Der kleine David" ermöglichen.

Auf der Wohngruppe der neurologischen Langzeitpflege in Rappertshofen wird beispielsweise ein Snoezelen-Raum eingerichtet. Ein Wasserbett, Diaprojektor, eine Tastwand, Wassersäule und CD-Anlage schaffen für die Menschen mit Behinderung eine angenehme Umgebung, in der sie entspannen, Wärme und Geborgenheit spüren können, erläuterte Harald Uetz, Leiter Wohnen in Rappertshofen.

Entlastung, wenn ein Elternteil im Haushalt ausfällt, bietet der Familienpflegedienst Tübingen-Reutlingen. Er leistet für "Familien in Not" wertvolle Arbeit mit geschulten und ausgebildeten Fachkräften, die nicht immer kostendeckend von der Krankenkasse übernommen wird, berichtet Einsatzleiterin Mirijam Hankl. Diese Finanzierungslücken werden dann mit Spenden, hier mit 500 Euro, überbrückt.

Ebenso geschätzt ist die Arbeit von Christine Hornstein, die im Steinenberg-Klinikum mit 16 ehrenamtlichen Helfern Patienten in Krisensituationen begleitet. Dieser Besuchsdienst benötigt eine kompetente Grundausbildung, in die die gespendeten 550 Euro fließen. Hierbei werden religiöse Inhalte, Kommunikation, aktives und mitfühlendes Zuhören vermittelt, denn "ein Kranker kann in einem Satz sehr verletzt werden", weiß die Seelsorgerin.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel