„Impfen ohne Termin“ auf dem Reutlinger Marktplatz

  • Am Freitag, 6. August, 16 bis 21 Uhr, und am Samstag, 8. August, 17 bis 21 Uhr, wird ohne vorherige Anmeldung geimpft.
  • Zur Auswahl stehen die Impfstoffe von Biontech und Johnson&Johnson.
Ein mobiles Impfteam (MIT) verabreicht die Vakzine, unterstützt durch ehrenamtliches Personal der Feuerwehr Reutlingen. Impfberechtigt für Biontech sind Personen ab zwölf Jahren. Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren benötigen eine schriftliche Einwilligung beider Sorgeberechtigten.
Mit Johnson&Johnson können sich Personen ab 18 Jahren impfen lassen. Wer sich impfen lassen möchte, benötigt lediglich seine Krankenkassenkarte und den Personalausweis. Ein Impfausweis ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich, da vor Ort eine Impfbescheinigung ausgestellt werden kann.

"Impfungen sind derzeit der einzige adäquate Ausweg aus der Pandemie"

Oberbürgermeister Thomas Keck besuchte die freiwilligen Helfenden am vergangenen Wochenende und freute sich über die lange Schlange Impfwilliger, die sich auf dem Marktplatz gebildet hatte. Bereits an den beiden vergangenen Wochenenden war die Nachfrage nach dem "Impfen ohne Termin" auf dem Reutlinger Marktplatz groß: An vier Tagen verabreichten die ehrenamtlichen Helfenden über 500 Impfdosen. "Impfungen sind derzeit der einzige adäquate Ausweg aus der Pandemie", so der Rathaus-Chef. Die Entscheidung, sich impfen zu lassen, sei seiner Ansicht nach keine Privatsache, die jeder mit sich selbst ausmachen könne, sondern eine Frage der Solidarität.
Er legte deshalb allen Reutlingerinnen und Reutlingern ans Herz, eines der vielen unkomplizierten und unbürokratischen Impfangebote wahrzunehmen, die es derzeit gebe."Vor diesem Hintergrund bin ich hoch unzufrieden mit der derzeitigen Lethargie der Bundespolitik", betonte er: "Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass die gesetzlichen Möglichkeiten, das Impftempo zu erhöhen, nicht ausgeschöpft werden." Bis zum Herbst abzuwarten, ergebe aus seiner Sicht keinen Sinn, unterstrich Thomas Keck. Gerrit Elser, der Pandemie-Beauftragte des Landkreises, bestätigte die Auffassung des Oberbürgermeisters: "Wir warten nicht auf die vierte Welle, sie hat bereits begonnen."