Betzingen Im Dorf: Werke von Geiger im Museum

SWP 31.03.2012

Der Hahn kräht auf dem Mist, eine Postkutsche wird von Indianern überfallen und rund um das Försterhaus sagen sich Fuchs und Hase "gute Nacht": Der Betzinger Friedrich Geiger hatte einen genauen Blick für Details, heißt es in einer städtischen Mitteilung. Als Hobby-Schnitzer schuf er in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Szenen im Miniaturformat, die bei Erwachsenen Erinnerungen an früher hervor rufen und Kinderherzen höher schlagen lassen.

Das Bauerngehöft oder das Dorf mit Mühle und Försterhaus verweisen deutlich auf seine Kindheit in Oberschwaben. Um 1920 kam Friedrich Geiger nach Betzingen. Hier entstanden in der Freizeit seine Schnitzereien. Seine Motive fand er aber auch in fernen Ländern. Die Western-Landschaft ist fantasievoll und farbenprächtig ausgestaltet. Das Indianerdorf, der Überfall auf das Fort der Weißen und die Bisonherde sind so lebensecht gearbeitet, dass man die Geräusche der Prärie zu hören meint.

Daneben war der Webereiobermeister der Firma Gminder auch noch Zitherspieler, Turner und Leichtathlet. Bis zu seinem Tod im Jahre 1970 lebte Hobby-Schnitzer Friedrich Geiger in Betzingen in der Mühlstraße 24.

Info Das Betzinger "Museum im Dorf" ist vom 1. April bis 28. Oktober an jedem Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.