Reutlingen ILOS, Stadt und Standortfrage

Hanne Haack-Schweizer, Rüdiger Weckmann und Rosemarie Herrmann (rechts) mit ihrem provisorischen Tauschregal an der Bushaltestelle am Albtorplatz. Die Initiatoren wollen, dass die Standortfrage endlich gelöst wird. Foto: Ralph Bausinger
Hanne Haack-Schweizer, Rüdiger Weckmann und Rosemarie Herrmann (rechts) mit ihrem provisorischen Tauschregal an der Bushaltestelle am Albtorplatz. Die Initiatoren wollen, dass die Standortfrage endlich gelöst wird. Foto: Ralph Bausinger
Reutlingen / RALPH BAUSINGER 09.08.2013
Es ist ein symbolischer Akt: Die Initiative Lebenswerte Oststadt (ILOS) hat gestern ein provisorisches Büchertauschregal auf dem Albtorplatz aufgestellt.

Aus ILOS-Sicht könnte alles so schön sein: Die Oststadt-Initiative schenkt der Stadt und ihren Bürgern einen öffentlichen Bücherschrank, trägt die Kosten für den Bau des Regals in der Werkstatt der Christian-Morgenstern-Schule und dessen Verankerung im Boden. 1500 Euro würde das Projekt kosten - finanziert werden soll es über einen Zuschuss des Spendenparlaments (1000 Euro) und Spenden.

Wäre da nicht die Stadtverwaltung, die aus ILOS-Sicht viel zu zögerlich agiert. Seit gut einem Jahr sucht die Initiative nach einem geeigneten Standort im öffentlichen Raum. Im November 2012 wurden gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadt mögliche Standorte - am Weibermarkt, beim Rathaus und in der Metzgerstraße/Albtorplatz - angeschaut. Im April schlug die Stadtverwaltung einen Platz am Tübinger Tor als Standort vor, was wiederum ILOS ablehnte. Am 10. Juni teilte die Stadt in einem Schreiben mit, dass noch keine Entscheidung getroffen werden könne. Als Antwort auf einen weiteren Brief von ILOS an Bürgermeisterin Ulrike Hotz lud die Stadt zu einer weiteren Besichtigung für den 24. September ein, ließ aber offen, ob es dann zu einer Enscheidung kommt.

"Wir machen der Stadt ein Geschenk, und die Stadt nimmt es nicht an", wundert sich Rüdiger Weckmann. "Wir haben lange gewartet und wenig Resonanz bekommen", bilanziert Hanne Haack-Schweizer. Die ILOS-Mitglieder sind in Sorge, dass die Stadtverwaltung die Entscheidung weiter verzögere und "uns die Zusage der finanziellen Unterstützung durch das Spendenparlament verloren geht", befürchtet Rosemarie Herrmann.

Bücherschränke
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