„IHK vor Ort“ Ideen gegen Leerstände sind gefragt

Die „IHK vor Ort“ mit (von links) Bürgermeister Michael Schrenk, Roman Geiselhart und Dr. Stefan Engelhard (IHK).
Die „IHK vor Ort“ mit (von links) Bürgermeister Michael Schrenk, Roman Geiselhart und Dr. Stefan Engelhard (IHK). © Foto: Jürgen Herdin
Pfullingen / Jürgen Herdin 12.06.2018

Leerstände oder lebendige Innenstadt, genügend Ansiedlungsflächen für Industrie und Gewerbe oder Raumnot? Und wie sieht es aus mit dem sozialen Wohnungsbau und Bauplätzen für junge Familien? All diese Fragen sollten bewusst nur kurz angesprochen werden. Denn das Treffen der IHK Reutlingen, bei dem Pfullingens Bürgermeister Michael Schrenk diese Themen anriss, hatte vor allem das Ziel, die Unternehmer in der Stadt zusammenzubringen, die sich noch nicht alle kennen.

Rund 50 Gäste aus über 30 Firmen konnte Roman Geiselhart unter dem Dach seines Malerbetriebs inder Pfullinger Marktstraße begrüßen – eine gute Resonanz, wie Dr. Stefan Engelhard befand. Er ist bei der IHK für den Bereich Innovation und Umwelt zuständig.

Arbeitsgruppen und Initiativen zur Wirtschaftsförderung, die sich regelmäßig treffen, um die Dinge voranzubringen, gibt es in Pfullingen bereits, natürlich auch im Rathaus.  Und eine besonders pfiffige Idee sind die „Pop-up-Stores“, die sich auf kreative Weise gegen Leerstände in den Ladengeschäften engagieren und sich um junge Gründer kümmern. Initiatoren der Pop-up-Stores sind das Leerstands-Management der Stadt unter der ehrenamtlichen Leitung von Matthias Gaiser  und alle Mitwirkenden des „Netzwerks 3“, einer von vier Arbeitsgruppen, die in Pfullingen nachhaltig Wirtschaftsthemen beackern.

Thomas Allraum vom Vorstand des Gewerbe- und Handelsvereins Pfullingen (GHV) betonte eingangs, dass die Netzwerke, Industrie und Handel gemeinsam mit der Stadt auf einem guten Weg seien. So habe das  „Unternehmer-Frühstück“ eine überaus gute Resonanz gehabt, es soll fortgesetzt werden. Nachdem Geiselhart-Geschäftsführer Roman Geiselhart sein 120 Mitarbeiter zählendes Unternehmen vorgestellt hatte und dabei auch auf pointierte Weise Missstände ansprach, beschrieb  Bürgermeister Michael Schrenk Dinge in der Stadt, die verbesserungswürdig sind.

Schrenk verwies jedoch auch darauf, dass aus strukturellen und naturräumlichen Gründen manches nicht zu leisten sei. „Bei mir hat sich unlängst ein Unternehmen gemeldet und wollte 7000 Quadratmeter Fläche. Die haben wir leider nicht“, habe er antworten müssen. In Sachen Wohnungsbau komme Pfullingen indes gut voran. Wobei die soziale Komponente eine wichtigere Rolle spielen müsse – und werde. „Alle städtischen Wohnungen sind belegt – und die Warteliste ist lang“, bekannte Schrenk. Das im Herbst 2017 aufgelegte „Handlungsprogramm Wohnen“ biete jedoch gute Voraussetzungen hier voranzukommen.

Spannend war für die Besucher des IHK-Treffens vor allem die kurze Vorstellungsrunde. So begegneten sich an diesem Abend alteingesessene Unternehmer und Firmenchefs, die sich erst unlängst in Pfullingen angesiedelt haben. Ob Lederwaren, Personalberatung, Küchen, die Informationstechnologie, Brautmoden, Personalberater, Software-Entwickler oder moderne Sicherheitstechnik, zu der auch die Körperscanner in den Flughäfen gehören:  Das alles gibt’s in Pfullingen.

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