Es war ein Erdbeben, dessen Eruption bis nach Deutschland zu spüren war. Geschätzt 50.000 Menschen aus der Region Sisak-Moslavina, südlich der kroatischen Hauptstadt Zagreb wurden auf einen Schlag obdachlos. Weite Teile des Stromnetzes und der Wasserversorgung wurden zerstört. Die von der Pandemie ohnehin schon gebeutelten Einwohner befanden sich durch diese Naturkatastrophe binnen Minuten in einem Umfeld, welches einem Land aus der dritten Welt glich – mitten in Europa.

„Für uns war sofort klar, dass wir hier helfen müssen.“

„Über die sozialen Kanäle des DRK Kreisverbands Esslingen sind wir auf eine Hilfsaktion für die Erdbebenopfer aufmerksam geworden.“ so der Vorsitzende des DRK Eningen, Timo Merz. Es fehle an den elementarsten Dingen zum Überleben. Angefangen bei mobilen Heizungen, über Stromerzeuger und elektrischen Kochplatten. „Für uns war sofort klar, dass wir hier helfen müssen. Deshalb haben wir in unserem Lager Großraumzelte, ein Stromaggregat, Radiatoren und Feldbetten zusammengesucht.“ erklärt Merz. Auch habe man Kontakt mit den DRK Bereitschaften im Landkreis Reutlingen gesucht. Auch hier sei die Spendenbereitschaft groß gewesen.

Gütertransporte starten aus Esslingen

Das DRK Münsingen und das DRK Dettingen hätten zusätzliches Material, beispielsweise Heizlüfter beigesteuert. Vom DRK Kreisverband Reutlingen seien Hygienepakete mit Waschmittel, Duschgels und Zahnpasta bereitgestellt worden.Am Samstag machte sich dann ein LKW von Eningen nach Esslingen auf, um die Hilfsgüter abzugeben. Von dort aus werden demnächst ein Sattelzug und drei weitere LKW die überlebenswichtigen Spenden in das 850 km südlich gelegene Sisak fahren. Das DRK Eningen wird nochmal am nächsten Samstag eine Fuhre Hilfsgüter nach Esslingen transportieren und freut sich über gut erhaltene, funktionsfähige Materialien.
Kontakt: info@drk-eningen.de