Reutlingen Hilfe leichter gemacht

Reutlingen / SWP 31.08.2016
Das Engagement für Flüchtlinge und andere Hilfesuchende im Kreis Reutlingen hat jetzt eine einheitliche Internet-Adresse: „http://reutlingen.helpto.de“.

Über das genannte Online-Portal HelpTo können sich Organisationen, Initiativen, Unternehmen, Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger schnell und unkompliziert auf lokaler Ebene über das austauschen, was bei der Betreuung und Integration von Flüchtlingen – aber auch von anderen Hilfebedürftigen – benötigt wird. Auch die Hilfeempfänger selbst gehören zur Zielgruppe.

Mit Unterstützung durch den Diakonieverband Reutlingen konnte HelpTo auch im Landkreis Reutlingen zur Verfügung gestellt werden. Zum Start von HelpTo erklärt Peter Donecker von der Kontakt- und Koordinierungsstelle für ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit des Diakonieverbands: „Wir sehen in diesem Onlineportal eine gute Möglichkeit, um Ehrenamtliche zu motivieren, ihre Fähigkeiten zielgerichtet einzubringen, da die Bedarfe zeitnah und transparent kommuniziert werden. Für die bestehenden Gruppen steht hiermit ein Werkzeug zur Verfügung, das die tägliche Arbeit an vielen Stellen entlasten kann.“

Auch der Landkreis Reutlingen unterstützt das Projekt. Bei HelpTo können die Nutzer in zehn verschiedenen Kategorien Angebote und Gesuche einstellen: Sachspenden, Begleitung und Beratung, Fahrdienste und Transporte, Freizeit, Familie und Kinder, Sprache, Bildung und Wissenschaft, Projekte und Ideen, Arbeit sowie Wohnen. Diese Hauptkategorien sind noch einmal in weitere Untermenüs aufgefächert. Ein internes Nachrichten-System ermöglicht eine geschützte Kommunikation zwischen Anbietendem und Interessenten. Außerdem können sich auf dem Portal die örtlichen Unterstützerinitiativen und andere Organisationen vorstellen, heißt es in einer Mitteilung. Die Nutzung von HelpTo ist kostenfrei. Erforderlich ist lediglich eine Online-Registrierung mit Benutzername und E-Mail-Adresse.

Träger und Organisator von HelpTo ist der gemeinnützige Verein „Neues Potsdamer Toleranzedikt“. Er wurde 2008 im Rahmen einer stadtweiten Diskussion um Toleranz, Weltoffenheit und Demokratie gegründet. Der Vereinsname beruft sich auf das historische Edikt von Potsdam, auf dessen Grundlage vor 330 Jahren zehntausende verfolgter Hugenotten in der Mark Brandenburg aufgenommen wurden und sich dort niederlassen und wirtschaftlich entwickeln konnten.

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