Reutlingen Hilfe für Schwerstkranke

Stiftungsratsvorsitzender Walter H. Lechler (4. von links) und Stiftungsvorstand Dieter Hauswirth (2. von rechts) mit den Kreiskliniken-Geschäftsführern Norbert Finke (3. von rechts) und Friedemann Salzer (links) und dem Palliativ-Team.
Stiftungsratsvorsitzender Walter H. Lechler (4. von links) und Stiftungsvorstand Dieter Hauswirth (2. von rechts) mit den Kreiskliniken-Geschäftsführern Norbert Finke (3. von rechts) und Friedemann Salzer (links) und dem Palliativ-Team. © Foto: Kreiskliniken
Reutlingen / SWP 04.04.2015
Eine großzügige Spende der Lechler Stiftung in Höhe von 60 000 Euro überreichten dieser Tage Walter H. Lechler und Dieter Hauswirth dem Zentrum für Palliativmedizin des Klinikums am Steinenberg Reutlingen.

Die Spende der Lechler Stiftung wurde für eine freundliche und hochwertige Ausstattung des Zentrums für Palliativmedizin verwendet. Dadurch können nun im Klinikum am Steinenberg bis zu sechs schwerstkranke Patientinnen und Patienten in hellen, freundlichen Räumen von einem speziell geschulten Palliativ-Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten betreut werden.

Die beiden Geschäftsführer Norbert Finke (Vorsitzender) und Friedemann Salzer bedankten sich sehr herzlich für das außergewöhnliche Engagement der Lechler Stiftung für die Palliativstation. Bereits seit Ende 2014 ist das neue Zentrum für Palliativmedizin im Klinikum am Steinenberg in Betrieb.

Palliativstationen in Krankenhäusern sind eigenständige, in ein Krankenhaus integrierte spezialisierte Einrichtungen zur Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Ziel der Behandlung ist deshalb nicht mehr die Heilung, sondern die Verbesserung oder Stabilisierung der jeweiligen Krankheitssituation mit ihren belastenden Symptomen.

Weiteres Merkmal ist der ganzheitliche, multiprofessionelle Betreuungsansatz: Neben der palliativärztlichen und -pflegerischen Betreuung erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen wie beispielsweise Seelsorgern, Sozialarbeitern und Psychologen. Palliativstationen sind kleine Stationen oder Stationsbereiche mit einer so weit wie möglich wohnlichen Gestaltung der Patientenzimmer.

Stichwort: Die Lechler Stiftung

Geschichte Die Lechler Stiftung geht zurück auf eine Vereinbarung von Paul Lechler, die dieser 26-jährig Weihnachten 1875 mit seinem Vater Christian schloss. Sie vereinbarten, dass künftig der zehnte Teil des Geschäftsnutzens der Lack- und Firnisfabrik "Chr. Lechler und Sohn" an Arme und Bedürftige jeder Art gegeben werden soll. Auch nach dem Verkauf des Unternehmens und Gründung des Handelshauses Paul Lechler wurde der "biblische Zehnte" über ein Wohltätigkeitskonto abgeführt. Als Dr. h.c. Paul Lechler 1925 starb, verpflichtete er testamentarisch seine Erben, die Vereinbarung einzuhalten. Sohn Dr. h.c. Paul Lechler jun., Enkel Klaus Lechler und heute Urenkel Walter H. Lechler sind dieser Tradition treu geblieben.

SWP

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