Hilfe für Missbrauchs-Opfer, Hilfe für "Wirbelwind"

NOL 03.01.2014

Täter und Opfer Fast immer sind es Männer, die Jugendliche, Kinder (manchmal sogar Säuglinge) sexuell missbrauchen. Die enorm hohe Anzahl an Verhandlungen vor Gerichten auch in der hiesigen Region gegen die Täter zeigt auf, wie alltäglich dieses Verbrechen in deutschen Kinderzimmern ist. "Dabei ist das nur die Spitze des Eisberges", sagt Silvia Schwarzmann, Vorsitzende des Reutlinger Vereins "Wirbelwind". Oft sind die Täter Familienmitglieder, Väter, Groß- oder Stiefväter, andere Verwandte, Nachbarn oder Bekannte. Viel zu viele kommen davon, "weil sich Opfer schlussendlich doch gegen die Strafanzeige entscheiden", so Schwarzmann.

Tabu Ein kleines Stück sei es dem Reutlinger Verein gelungen, das Thema in den vergangenen 20 Jahren aus der Tabuzone herauszuholen. Die öffentlich gemachten Missbrauchsskandale unter dem Deckmantel der Kirche haben zudem geholfen, dass der Teppich noch ein wenig mehr angehoben wurde. Dennoch bleibt nach den Worten der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte von "Wirbelwind" auch weiter jede Menge zu tun. Um etwa Präventionsarbeit zu betreiben. Und natürlich, um auch weiter Opfern zu helfen. "Und das erfordert ganz viel Zeit."

Wer "Wirbelwind" unterstützen will, kann das durch eine Fördermitgliedschaft tun, durch einzelne Spenden (Volksbank Reutlingen, BIC: VBRTDE 6 R, IBAN: DE 4264 0901 0004  3951 2000 oder bei der Kreissparkasse Reutlingen, BIC: SOLADES 1 REU, IBAN: DE 6464 0500 0000 000 7 1699). Hilfreich wäre für den Verein auch, wenn sich Unterstützer für die Jubiläumsfeier in diesem Jahr fänden.

Wenn Erinnerungen quälen