Der Reutlinger Schriftsteller und designierte Ludwig-Uhland-Preisträger Hellmut G. Haasis las in der vergangenen Woche vor Schülern der Laura-Schradin-Schule.

Ausgehend von seinem Buch "Georg Elser. Ein schwäbischer Kriegsgegner" stellte der Autor einen Mann vor, der schon 1936 erkannt hatte, dass Hitler ganz Europa in ein Blutbad stürzen würde. Als hochintelligenter Tüftler erfand er einen Sprengapparat, der auch pünktlich am Abend des 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller detonierte. Aber Hitler hatte bereits 13 Minuten vorher den Raum verlassen. 13 Minuten, die den Lauf der Geschichte hätten verändern können, wie Haasis heute feststellt.

Der Reutlinger Schriftsteller verknüpft Elsers Geschichte mit der eigenen, springt durch die Zeiten, veranschaulicht seine Aussagen durch mitgebrachtes Werkzeug und viele Bilder. Und er kommt doch immer wieder zurück zu dem Mann, mit dem ihn die Abneigung gegen Unrecht und die Liebe zur Freiheit und zum Schwäbischen verbinden.

Ein Geschichtsunterricht auf Schwäbisch, der bei den Laura-Schradin-Schülern sehr gut ankam und mit großem Beifall bedacht wurde.

Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung von der Muettersproch Gsellschaft e.V., der die Laura-Schradin-Schule dankt.