Fasnet Hände weg von Alkohol am Steuer

swp 21.02.2017

Für viele Narren ist die Fasnet ein Anlass, etwas tiefer als sonst in das eine oder andere Glas zu schauen. Aus Spaß kann aber schnell bitterer Ernst werden, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Damit sich nicht für den einen oder anderen Narren schon vorzeitig ein persönlicher Aschermittwoch einstellt, gibt die Polizei einige Tipps.

Hände weg von Alkohol, wenn man noch fahren muss – von illegalen Drogen sowieso. Bereits ab 0,3 Promille Alkohol im Blut kann man mit dem Gesetz in Konflikt kommen und den Führerschein verlieren. Für Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit und junge Fahrer unter 21 Jahren gilt ohne Wenn und Aber die Null-Promille-Grenze. „Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel oder Taxen. Bilden Sie Fahrgemeinschaften und bestimmen Sie schon vorher, wer auf dem Heimweg fährt und folglich nüchtern bleibt“, empfiehlt die Polizei. Und weiter: „Setzen Sie sich nicht zu alkoholisierten oder unter dem Einfluss anderer Drogen stehenden Fahrern ins Auto. Das kann lebensgefährlich sein.“ Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder -beauftragten auf Faschingsbällen nichts verloren. Für sie ist auch jeglicher Alkohol tabu. Zwischen 16 und 18 Jahren darf zwar Sekt, Wein oder Bier getrunken werden. Der Ausschank und auch das Spendieren von Schnaps und anderen branntweinhaltigen Getränken  sind aber nur an Volljährige erlaubt. Insbesondere Frauen haben Angst, Opfer von K.O.-Tropfen zu werden. Solche Fälle werden nur ganz vereinzelt bei der Polizei angezeigt. Weil die Substanz im Blut nur fünf bis acht Stunden, im Urin maximal zwölf Stunden nachweisbar ist, ist es sehr wichtig, bei einem Verdacht so schnell wie möglich Blut und Urin ärztlich untersuchen zu lassen.

Generell wird die Polizei wie schon im vergangenen Jahr bei größeren Veranstaltungen und Umzügen erhöhte Präsenz zeigen und auch vermehrt Kontrollen durchführen. Die Polizei hat dabei nicht nur das Thema Alkohol oder Drogen im Visier, sondern auch mögliche sexuelle Übergriffe, die allgemeine Kriminalität und die abstrakte Terrorgefahr. „Wir können aber nicht überall sein“, so die Polizei. „Unser Appell an die Bevölkerung ist daher: Sprechen Sie uns an, wenn Ihnen irgendetwas oder irgendjemand verdächtig vorkommt oder wenn Ihnen jemand unangemessen zu nahe kommt – und sowieso, wenn es zu Straftaten kommt.“ Im Notfall 110 wählen.