Pfullingen Großeinsatz für die Rettungskräfte bei schwerem Unfall und Brand auf Dach

Pfullingen / SWP 10.03.2016
Erst ein Unfall in der Marktstraße, dann ein Brand in der Wörthstraße - für die Pfullinger Feuerwehr war es ein arbeitsreicher Mittwochvormittag. "Es war eine Herausforderung", sagt Kommandant Dietmar Rall, der die Einsätze gestern leitete.

Erst ein Unfall in der Marktstraße, dann ein Brand in der Wörthstraße - für die Pfullinger Feuerwehr war es ein arbeitsreicher Mittwochvormittag. "Es war eine Herausforderung", sagt Kommandant Dietmar Rall, der die Einsätze gestern leitete. Weil lange Zeit nicht klar war, ob die 50 Pfullinger die Einsätze allein bewältigen können, wurde Hilfe von den Reutlinger Kollegen angefordert. Die jedoch wurden dann doch nicht gebraucht.

Allein schon der Brand auf dem Dach eines Sportstudios in der Wörthstraße hatte für Aufregung gesorgt. Gegen 11.15 Uhr gingen die ersten Notrufe bei Feuerwehr und Polizei ein, dass auf dem Dach des Gebäudes starker Rauch zu sehen wäre. Da das Ausmaß des Brandes zunächst nicht abgeschätzt werden konnte, rückten Feuerwehr und Polizei sofort mit starken Kräften an. Wie sich herausstellte, war vermutlich aufgrund eines technischen Defekts an einem Gleichrichter der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes ein Feuer ausgebrochen. Dieses setzte auch einen Teil der Dachisolierung in Brand. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest, dürfte sich aber ersten Schätzungen zufolge im Bereich von 10 000 Euro bewegen. Im Gebäude hielt sich zur Brandzeit niemand auf. Verletzt wurde ebenfalls niemand. Während der Dauer der Löscharbeiten kam es im Bereich der Wörthstraße und der Römerstraße zu teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Polizei Pfullingen hat die Ermittlungen zur genauen Klärung der Brandursache aufgenommen.

Zuvor war der Fahrer eines Sattelzugs aus einer Reutlinger Kreisgemeinde gegen zehn Uhr auf der B 312 schwer verunglückt. Der 27-Jährige war mit seinem mit Erdaushub beladenen 40-Tonner von Reutlingen in Fahrtrichtung Lichtenstein unterwegs. Kurz vor der Kreuzung am Südbahnhof auf Höhe einer Elektronikfirma kam er nahezu reaktionslos nach rechts über den Bordstein von der Fahrbahn ab, beschädigte einen Wegweiser und durchbrach auf einer Länge von über 25 Metern den Zaun des Firmengeländes. Dort prallte der LKW mit dem Führerhaus gegen einen etwa 40 Zentimeter starken Baum, der entwurzelt wurde. Zwei Pkw von Firmenmitarbeitern, die dort auf dem Parkplatz abgestellt waren, wurden danach noch zusammengeschoben, bevor der Sattelzug zum Stillstand kam. An weiteren drei Fahrzeugen entstand Sachschaden durch umherfliegende Trümmerteile. Da sich die Tür des Führerhauses nicht mehr öffnen ließ, musste der Fahrer von der Feuerwehr geborgen werden. Der Rettungsdienst brachte den Verletzten, aber ansprechbaren 27-Jährigen in ein Krankenhaus. Laut seinen Angaben waren plötzliche, gesundheitliche Probleme für den Unfall verantwortlich. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden wird auf etwa 75 000 Euro geschätzt. Der Sattelzug musste mit einem Masterlift eines Spezialunternehmens geborgen werden. Weil mehr als 200 Liter Hydrauliköl ausgelaufen waren, war die Feuerwehr auch nach der Bergung des Lkw weiter im Einsatz und unterstützte die Bauhofmitarbeiter der Stadt Pfullingen bei der Abtragung des verschmutzten Erdreichs. Vertreter des Landratsamts Reutlingen und die Straßenmeisterei waren ebenfalls vor Ort. Die B 312 wurde bei den Bergungsarbeiten in Fahrtrichtung Lichtenstein jeweils kurzfristig gesperrt. Am Unfallort waren die Feuerwehren aus Pfullingen und Reutlingen mit 34 Einsatzkräften, zudem waren acht Polizeibeamte und der Rettungsdienst mit drei Fahrzeugen im Einsatz.

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