Lichtenstein Gibt es wieder Karotten und Radieschen?

Lichtenstein / SWP 22.07.2015
Eine abwechslungsreiche Projekwoche veranstaltete die Brögerschule in Unterhausen in Zusammenarbeit mit der BeKi-Fachfrau Verena Jäger.

BeKi, die "Bewusste Kinderernährung", wurde vor über 30 Jahren vom Land ins Leben gerufen. Unterstützt von engagierten Eltern begleitete Verena Jäger alle Klassen durch einen spannenden Sinnesparcours. Kräftig geschüttelt wurde im Unterrichtsraum und zwar Sahne zu Butter. Ein leckeres Vollkornbrot damit bestrichen und mit frischer Kresse belegt - köstlich. Erheiternd fanden die Schüler das Melken einer Kuh, natürlich nur am Modell. Mit etwas Übung stellte sich bald der Erfolg ein.

Das emsige Sortieren von sechs unterschiedlichen Kernen und Körnern assoziierten die Schüler ziemlich schnell mit der langwierigen Aufgabe, die einst Aschenputtel aufgetragen wurde. Liebevoll hatte Kunigunde Hönes im unteren Stockwerk der Schule eine Stilleinsel eingerichtet, während Alexandra Herrmann in der Aula kindgerechte Yogaübungen praktizierte. Die Erst- und Zweitklässler gestalteten eine Ernährungslok, angeleitet von Hönes und Christiane Starke.

Jäger erläuterte den Dritt- und Viertklässlern auf spielerische Weise die Ernährungspyramide und veranschaulichte ihnen den Zuckergehalt von Lebensmitteln mit erstaunlichen Ergebnissen. Zur Wochenmitte zauberten die Brögerschulkinder mit ihren Klassenlehrerinnen ein vielfältiges, reichhaltiges Frühstücksbüfett, das so großen Zuspruch fand, dass einige Schüler am nächsten Schultag die Lehrerin fragten: "Gibt es heute auch wieder Karotten und Radieschen?"

Anette Bamberg führte in die Welt der Küchenkräuter ein, die die Schüler anschauen, riechen und fühlen konnten. Am Mittwoch wurde der Schulvormittag mit einem vergnüglichen Wasser-Staffellauf der Klassen beendet, bei dem es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen gab, das die Viertklässler ganz knapp für sich entschieden.

Die Herstellung von Knautschbällen, die dem Abbau von Stress dienen, stand am Donnerstag auf dem Programm. Diese Idee stammte von Alexandra Herrmann. Dafür hatte sie Vogelsand und Luftballons gekauft, die mithilfe eines Trichters gefüllt wurden. Nach Fertigstellung war sich ein Schüler allerdings nicht mehr ganz sicher, ob es sich nun um einen Knautsch- oder Knutschball handelte.

Damit die unterschiedlichen Themen auch nachhaltig wirken, legte jedes Kind ein Lerntagebuch an und gestaltete den Einband.

Aufgelockert wurde das Programm täglich durch Bewegungsangebote. Am Donnerstag gab es für alle ein Sportprogramm, das die Sportlehrer Sylvia Kienzle und Karl Holder zusammengestellt hatten. Ein anderes Mal wurden die Schüler von Marlis Merkle mit einer musikalischen Morgengymnastik geweckt oder setzten das Lied vom gemeinschaftlichen Rübenziehen in Szene.

Die Projektwoche rundete ein Bewegungslied ab, in dem ein gewisser Theo seine Fitness unter Beweis stellte. Die Grundschulförderklasse mit Eva Hummler hatte mit ihrem mitreißenden Song die vier Grundschulklassen auf diese Entdeckungsreise für clevere Power-Früchtchen eingestimmt.